1. Kultur

Am Nachmittag für die Hälfte

Am Nachmittag für die Hälfte

Eygelshoven (an-o/mabie) - Wie ein überdimensionales Freiluft-Kaufhaus öffnet jeden Samstag der große Markt im Eygelshovener Stadtteil "De Kom" seine Pforten. Hier finden Kunden einfach alles.

Die Zehensocken stehen gleich neben dem Hortensien-Verkäufer, der Spezialist für italienische Köstlichkeiten SeitÕ an SeitÕ mit der Hähnchenverkäuferin und die Fischverkäufer schreien mit den Obst- und Gemüsehändlern um die Wette. Hier werden alle Sprachen gesprochen, vor allem aber Deutsch oder das grenzübergreifend einheitliche Platt. Denn die meisten Kunden kommen nicht aus den "Gemeenten" Landgraaf oder Kerkrade.

AC- oder HS-Kennzeichen auf weißem Grund sind die dominierenden Plaketten an den Autos.
Schon morgens ab 8 Uhr herrscht reges Treiben, die Händler hören genau hin, was der Kollege nebenan für die Kiste Spargel mit fünf Kilo Inhalt haben will, korrigieren dann schon mal ihre Preisvorstellung nach unten. Für die Kunden ist das von Vorteil, aber wirklich Clevere schlafen aus und gehen erst nach dem Mittagessen ab etwa 15 Uhr zum Markt. Dann gibtÕs schon mal das Pfund Erdbeeren oder das Fünferpack Gurken zum halben Preis, schließlich muss bis zum Marktende um 17 Uhr alles raus.

Doch Vorsicht, wer sich gerne die Zeit in einem der umliegenden Cafés vertreibt, sollte die niederländischen Knöllchenschreiber nicht vergessen. In einigen Seitenstraßen rund um den Markt muss nämlich nur am Samstag ein Ticket gelöst werden.

Zu erreichen ist der Markt auf dem Platz vor dem Kirchberg an der Veldhof-, Laura- und Torenstraat ganz einfach: aus Richtung Aachen (Fahrzeit etwa 20 Minuten) über Herzogenrath (Abzweig Kleikstraße) weiter über die Eygelshovener Straße, geradeaus bis zur Kirche. Noch schneller aus Richtung Übach-Palenberg: in Marienberg auf den Grenzweg abbiegen, bis zum Abzweig Kraanweg, dann geradeaus auf den Rimburgerweg und links unter der Eisenbahnbrücke Richtung Kreisverkehr an der Eygelshovener Kirche.