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Bonn: Altenpflegerin will über Killer ans Erbe

Bonn : Altenpflegerin will über Killer ans Erbe

Eine Bonner Altenpflegerin soll einen Killer mit einem Mord beauftragt haben, um als Alleinerbin vorzeitig an das Vermögen eines 68-jährigen Rentners zu kommen. Die Staatsanwaltschaft klagte die Frau (62) wegen versuchter Anstiftung zum Mord und ihren Freund (56) als Mittäter an.

Laut Anklage soll das Paar einem 38-jährigen Bekannten 3500 Euro gegeben haben, um den gut betuchten Rentner mit einem Stock zusammenzuschlagen und einen Raubüberfall vorzutäuschen. Nach dem Tod des Rentners sollte er noch weiteren Lohn erhalten.

Laut Anklage scheiterte der Plan, weil der bestellte Mörder Skrupel bekommen hatte und zur Polizei gegangen war. Dem Paar soll er erklärt haben, er werde die Tat nicht ausführen, aber er kenne jemand anders, der das für ihn übernehmen werde. Tatsächlich aber schleuste die Polizei einen verdeckten Ermittler ein, dem das Paar ebenfalls mit dem Mordplan beauftragte. Die Pflegerin und ihr Freund sitzen seit dem 7. Juni in Untersuchungshaft.

Die 62-Jährige hatte fünf Jahre lang im Haushalt des Rentners gewohnt und sich um den kränkelnden Mann gekümmert. Dafür wurde sie bezahlt und im Testament eingesetzt. Die Angeklagte bestreitet, dass der Rentner getötet werden sollte. Der 68-jährige sollte, weil er sie schlecht behandelt haben soll, „nur eine Abreibung verpasst” bekommen.

Der Prozess findet demnächst vor dem Bonner Schwurgericht statt.