1. Kultur

Köln: Akzente mit Tetzlaff und Tatort gesetzt

Köln : Akzente mit Tetzlaff und Tatort gesetzt

„Dat N is fott” hieß es am 1. Januar 1956 in Köln. Am Funkhaus hingen am Neujahrsmorgen nur noch die Buchstaben WDR. Das N war tatsächlich fort, aus dem Nordwestdeutschen Rundfunk NWDR waren der WDR und der NDR geworden.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hatten die Briten in ihrer Besatzungszone den NWDR gegründet, aber den Leuten im Westen gefiel es nicht, dass der Hauptsitz Hamburg hieß und Köln nur eine Zweigstelle war. Also kam es nach zehn Jahren NWDR zur Spaltung. „Der Grund war, dass Nordrhein-Westfalen sich unterversorgt fühlte. Dieser Mangel ist dann durch die Teilung sofort behoben worden”, sagt WDR-Intendant Fritz Pleitgen.

Inzwischen hat der Westdeutsche Rundfunk auch über NRW hinaus von sich reden gemacht, vor allem im Fernsehbereich. Denn da liefert er mehr als 20 Prozent der Sendungen im ARD-Gemeinschaftsprogramm „Das Erste” zu. Pleitgen nennt seinen Sender deshalb die „tragende Säule” der ARD - wobei auch der NDR mit den Flaggschiffen „Tagesschau” und „Tagesthemen” nicht wegzudenken ist aus dem öffentlich-rechtlichen Senderverbund. Akzente hat der WDR in 50 Jahren mit Tetzlaff und Tatort, Maus und Mondlandung gesetzt: „Ein Herz und eine Seele” mit Ekel Alfred wurde ebenso Kult wie „Klimbim”. Günter Siefarth hieß „Mister Apollo”, weil er ARD-Zuschauern die ersten Bilder vom Mond erläuterte. Die Maus, 1971 geboren, ist Kindern selbst international ein Begriff. Und Verbrechen werden längst auch an „Tatorten” außerhalb vom WDR-Land aufgeklärt. Infos im Internet: www.wdr.de; www.textrundfunk.de.