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Aachen: Aachener Sprungbrett für internationale Karrieren

Aachen : Aachener Sprungbrett für internationale Karrieren

Seit gut 25 Jahren bietet die Fachhochschule Aachen (FH) ihren internationalen Studiengang „Wirtschaft in Kooperation mit englischsprachigen Ländern” an. Ab dem kommenden Wintersemester wird das bisherige Diplomstudium schrittweise auf das neue Bachelor/Master-System umgestellt.

Im Laufe der Jahre hat dieses spezielle Wirtschaftsstudium zunehmend junge Leute angezogen und inzwischen lockt es mit einem hervorragenden Renommee und „enormen Karrieremöglichkeiten”, sagt Professor Alfred Joepen, einer der Begründer und Leiter des Studiengangs. Absolventen finde man inzwischen in leitenden Positionen vom Mittelstand bis in die Nähe der Vorstandsetagen großer Konzerne.

Kein Wunder. Die Studenten des auf englisch „Dual Award Business Studies with Anglophone Countries” (DBS AC) genannten Kurses sind handverlesen. Nur wer die Eignungstests besteht und im persönlichen Gespräch überzeugt, wird genommen. „Wir wollen die Studenten selbst aussuchen", sagt Joepen. Die Zulassung ist also nicht in erster Linie vom Abiturschnitt abhängig.

So begrüßt die FH jedes Wintersemester die überschaubare Auslese von rund 30 Studienanfängern. Ein Drittel davon kommt aus Aachen und der näheren Umgebung. In den vier Jahren ihres Hochschulstudiums erwarten die Studenten die üblichen wirtschaftswissenschaftlichen Veranstaltungen und eine Fülle an Seminaren in englischer Sprache.Das vierte Studienjahr absolvieren sie an einer der Partneruniversitäten in Großbritannien, Irland, den USA oder Australien.

Das Besondere: Am Ende ihres Studiums besitzen sie sowohl das deutschen Diplom - künftig Bachelor - der FH als auch einen vollwertigen Abschluss der Austauschuniversität. Die Studenten und Absolventen zeigen sich von ihren Erfahrungen im Austauschjahr begeistert. Im Ausland können sie nicht nur ihr Englisch verbessern und ihre wirtschaftlichen Fachkenntnisse vertiefen.

Der einjährige Aufenthalt bringt ihnen auch eine fremde Kultur und Lebensweise nahe. Und verschafft manche aufregende Eindrücke: „In London liegt die Uni mitten im Fianzzentrum. Das spürt man Weltatmosphäre”, berichten zum Beispiel Ren? und Johanna von ihrem Aufenthalt an der London Metropolitan University.

Trotz der vielen Arbeit, die auch in den Partnerunis verlangt wird, bleibt genug Zeit, das Land zu erkunden und am ausgeprägten Studentenleben teilzunehmen. Schließlich kehren die Studenten nach einem Jahr reich an Eindrücken und Erfahrungen wieder, „flexibler und anpassungsfähiger als vorher”, schwärmt Joepen. Einige Studenten verlängern ihren Aufenthalt sogar und machen noch den Master-Abschluss an der Gastuni.

Ein eigener „Master” in Aachen wird wohl noch ein Weilchen auf sich warten lassen. Nicht zuletzt um dessen Entwicklung wird sich intensiv Professor Hans Mackenstein kümmern. Der Absolvent des DBSAC-Studiengags is mittlerweile selber Hochschullehrer am Fachbereich Wirtschaft der FH Aachen - mit Perspektive.