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Aachen: Aachener Mini-Laser für den Zahnarzt

Aachen : Aachener Mini-Laser für den Zahnarzt

Aachener Wissenschaftler wollen der weniger schmerzhaften Laserbehandlung beim Zahnarzt zum Durchbruch verhelfen. Ein Physikerteam habe einen Mini-Laser entwickelt, der in fünf Jahren marktreif sein solle, teilte Projektleiter Jörg Meister vom Universitätsklinikum am Mittwoch mit.

Herkömmliche Geräte seien zu groß und zu teuer und kämen deshalb nur in 15 Prozent der Praxen bei der Kariesbehandlung zum Einsatz. Bei tiefer gehenden Schäden ist der Laser noch kein Ersatz für den Bohrer.

Mit dem Laserlicht werden winzige Partikelchen des kariösen Zahnschmelzes abgesprengt. Für den Patienten sei die Laserbehandlung nicht nur wegen der geringeren Schmerzen angenehmer als das Bohren: Ihm blieben auch die schrillen Bohrgeräusche und Vibrationen erspart.

Trotzdem werde der Bohrer nicht vollständig aus der Zahnarztpraxis verschwinden. Nach dem Abtragen von kariösem Zahnschmelz müsse der Zahnarzt die Ränder mit dem Bohrer nacharbeiten. Auch bei tief sitzenden Kariesschäden helfe weiterhin nur der Bohrer.

Obwohl der erste Laser für die Zahnmedizin vor zwölf Jahren auf den Markt kam, habe sich das Verfahren nicht durchgesetzt. Ein Grund seien die Platz raubenden und teuren Beistellgeräte.