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Köln: 42 Kilometer rund um den Kölner Dom

Köln : 42 Kilometer rund um den Kölner Dom

Die Marathon-Konkurrenz ist härter geworden. Gemeint ist damit weniger der Wettkampf der Läufer als viel mehr der Verdrängungskampf der Großveranstalter. Mit exklusiver Streckenführung durch die Großstädte der Republik buhlen die Organisatoren um Teilnehmer.

Zwar wächst die Menge der Willigen, die sich der 42,195 Kilometer Tortur unterwerfen, dennoch bleiben Anbieter auf der Strecke, weil sich mit kleinen Teilnehmerfeldern kaum Sponsoren mobilisieren lassen.

Solche Probleme kennt man beim Köln-Marathon derzeit nicht. Pünktlich zur zehnjährigen Jubiläumsausgabe meldet Köln Rekordmarken. Hinter den Klassikern Berlin und Hamburg, hat sich Köln als drittgrößte Laufveranstaltung Deutschlands etabliert. Rund 26.000 Sportler werden am kommenden Wochenende in der Domstadt an den Start gehen. Über 13.000 Läufer alleine beim Marathon am Sonntag. Hinzu kommen die Halbmarathonläufer sowie die Teilnehmer an den Skating- und Walking-Wettbewerben.

Michael Rosenbaum, von der Marathon-Veranstaltungs GmbH, ist zufrieden: „Bei den Marathonläufern liegen wir noch 300 unter der Marke des Vorjahres. Dagegen werden die Plätze für den Halbmarathon knapp. Wir rechnen damit, dass die verbliebenen Plätze noch gebucht werden.” Das geht allerdings nur noch bei der Marathon-Messe, die am Donnerstag auf dem Gelände der Köln-Messe in Deutz beginnt und bis Sonntag dauert.

Sportlich stimmt die Qualität. Bei den Herren geht Teferi Wodajo an den Start. Mit einer Bestzeit von 2:08 Stunden soll der Äthiopier der erste sein, der in Köln unter der 2:10er Marke bleibt. Bei den Damen geht die Überraschungseuropameisterin Ulrike Maisch an den Start.

Mehr Info im Netz: http://www.koeln-marathon.de