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312 Säue geschossen

312 Säue geschossen

Kreis Aachen/Düren (an-o/rabo) - Die Jäger kämpfen in der Region seit Ende Juli gegen die Wildschweinpest. 193 Säue wurden bis Mittwochmorgen im Kreis Düren geschossen, 110 im Kreis Aachen.

Friedhelm Jaeger, Referatsleiter Tiersuchenbekämpfung im NRW-Umweltministerium ist zufrieden damit. Nicht mit dem Ergebnis aus Aachen-Stadt. Dort kamen erst neun Schweine zur Strecke.

Stadt Aachens kommissarischer Forstamtsleiter Hartmut Kranzhoff sieht diese neun Säue anders: "Das ist aus meiner Sicht nicht wenig. Wir haben ja nur eine kleine Fläche, auf der Schweine vorkommen. Manchmal nur als zeitweiliges Wechselwild."

Schweine auf 1.000 Hektar

Rund 1.000 Hektar sind es, auf denen Wildschweine vorkommen. Und ausgerechnet der Pächter des kleinsten Stadt-Aachener Jagdrevieres (84 Hektar) schoss von den neun Wildschweinen alleine drei.

Einige der Jäger, die in Aachens Süden im Stadtwald jagen, haben - so erfuhren die Nachrichten - bis dato noch nicht ein einziges Mal auf Schweine gejagt. Obwohl dies bereits Ende Juli vom Städtischen Veterinäramt dringend gefordert worden war.

Angst vor Ärger

Als Grund für die Nichtbejagung wird angeben, dass man sich in den Pachtverträgen mit der Stadt zu "freiwilligen Jagdruhezeiten" verpflichtet habe und diese aus Angst vor Schwierigkeiten mit der städtischen Forstverwaltung auch einhalte.
Die erste "Ruhezeit" war vom 15. Juni bis 15. Juli, die zweite vom 15. August bis 16. September.

Auch sei die Anzahl der Lockfütterungen, an der man Schweine gezielt bejagen kann, vom Forstamt eingeschränkt. Nächtliche Ansitze, bei denen Schweine während der hellen Mondphasen bevorzugt geschossen werden, bedürften bei Stadt Aachen der vorherigen Genehmigung durch das Forstamt. Nach Informationen der Nachrichten wurden auch nicht in allen städtischen Revieren die vorgeschriebenen "Frischlingsrechen" für die Impfaktion errichtet.