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Aachen: 17-Jähriger stürzt durch Glaskuppel 20 Meter in die Tiefe: tot

Aachen : 17-Jähriger stürzt durch Glaskuppel 20 Meter in die Tiefe: tot

Was machen Jugendliche mitten in der Nacht auf dem Dach eines Parkhauses? Das weiß auch die Polizei noch nicht, aber sie geht der Frage nach, seit ein 17-Jähriger in der Nacht zum Dienstag bei einem Sturz im Parkhaus an der Wirichsbongardstraße zu Tode gekommen ist.

Nach ersten Erkenntnisses war er mit sechs weiteren befreundeten Jugendlichen auf das Dach des Treppenschachts geklettert. Das ist vom obersten Parkdeck aus über eine kleine Leiter zu erreichen. Dort muss der 17-Jährige aus Mönchengladbach auf das Oberlicht des Treppenhauses geraten sein. Durch die Plexiglaskuppel stürzte er dann rund 20 Meter in die Tiefe. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Direkt unternommene Wiederbelebungsversuche blieben nach Mitteilung der Polizei ohne Erfolg.

Die Aachener Kripo, die noch in der Nacht die Ermittlungen aufgenommen hatte, geht von einem tragischen Unglücksfall aus. Anzeichen für ein Fremdverschulden hat die Polizei bislang nicht. Und den genauen Ablauf des Geschehens müssen die Beamten noch ermitteln.

Die Begleiter des Verunglückten - Jugendliche aus Aachen, Stolberg und Düren - konnten ihnen dabei noch nicht sonderlich helfen. „Die standen deutlich unter Schock”, so Polizeisprecher Paul Kemen, „und konnten nur grob schildern, was passiert ist”. Eine eingehende Vernehmung der Zeugen sei deshalb bisher nicht möglich gewesen. Die Befragung im Polizeipräsidium wurde auf die kommenden Tage verschoben. Dann soll auch die Leiche des 17-Jährigen obduziert werden, eine „reine Routinemaßnahme”, wie Polizeisprecher Kemen betont.

Geschockt ist man auch bei der Parkhaus-Betreibergesellschaft Apag. „Unser Mitgefühl gilt jetzt den Angehörigen des Verunglückten”, sagt Sprecherin Eva Wußing. Über die näheren Umstände des tragischen Geschehens in dem von Videokameras überwachten Haus an der Wirichsbongardstraße könne aber auch die Apag keine weiteren Angaben machen. „Wir unterstützen natürlich die Ermittlungen”, so Wußing.