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Broichweiden/Bonn: 13-Jähriger erstach Nachbarsmädchen (15): 60.000 Euro Schmerzensgeld für die Eltern

Broichweiden/Bonn : 13-Jähriger erstach Nachbarsmädchen (15): 60.000 Euro Schmerzensgeld für die Eltern

Ein zur Tatzeit 13-jähriger Junge, der im Oktober 1999 im Würselener Stadtteil Broichweiden ein Nachbarsmädchen (15) erstochen hat, ist vom Bonner Landgericht zur Zahlung von 60.000 Euro Schmerzensgeld und Schadensersatz verurteilt worden.

Da der Junge damals noch strafunmündig war, ist der Fall nie vor einem Strafgericht verhandelt worden. Allerdings sei der Täter zurechnungsfähig und damit zivilrechtlich für die Tat verantwortlich gewesen, begründete die 10. Zivilkammer des Bonner Landgerichts ihre am Mittwoch bekannt gegebene Entscheidung.

Demnach war der damals 13 Jahre alte Junge 1999 in die elterliche Wohnung der Gymnasiastin an der Hauptstraße eingedrungen, hatte das Mädchen getötet. Täter und Opfer hatten sich gekannt. Das Motiv wurde jedoch nie geklärt.

Die Eltern das Mädchens waren zur Tatzeit nicht zu Hause. Anwohner hatten einen Schrei gehört und dann die Polizei alarmiert.

Der Zivilprozess in Bonn war auf eine Klage der Eltern des Opfers hin zu Stande gekommen und hatte sich über sechs Jahre hingezogen. Unmittelbar nach der Tat war der geständige 13-Jährige in eine Jugendpsychiatrische Anstalt eingewiesen worden.