Kreis Heinsberg: Kreistag zeigt sich auf Burg Vogelsang beeindruckt

Kreis Heinsberg: Kreistag zeigt sich auf Burg Vogelsang beeindruckt

Im Rahmen der politischen Offensive gegen extremistische Gruppierungen unternahm der Heinsberger Kreistag mit Landrat Stephan Pusch sowie Vertretern der Kreisverwaltung Heinsberg eine Informationsfahrt zur Burg Vogelsang in der Eifel.

Nach 60 Jahren der militärischen Nutzung sei Vogelsang unter dem Titel „vogelsang ip - Internationaler Platz im Nationalpark Eifel” als denkmalgeschütztes Ensemble der Öffentlichkeit zugänglich, berichtete die Pressestelle der Kreisverwaltung Heinsberg. Wo einst junge Menschen dazu ausgebildet worden seien, für eine totalitäre und verbrecherische Staatspartei kritik- und bedingungslose Gehorsamsdienste zu leisten, sollten die Relikte dieser Zeit heute als Mahnung zu Menschlichkeit und Toleranz begriffen werden.

Der Kreis Heinsberg, Gesellschafter von „vogelsang ip”, habe Vogelsang in sein im Dezember beschlossenes Konzept der politischen Bildungsoffensive gegen extremistische Tendenzen einbezogen.

Der Heinsberger Kreistag wurde von Albert Moritz, Geschäftsführer von „vogelsang ip”, empfangen. Referentin Julia Schmidt erläuterte das Bildungsangebot von „vogelsang ip”. Mit den Referenten Klaus Ring und Stefan Wunsch unternahm die Heinsberger Delegation eine Führung über das weitläufige Gelände. Sie zeigte sich nach Angaben der Pressestelle von Vogelsang wie auch von der Konzeption beeindruckt.

Im Juni werden rund 270 Kreisbewohner die Gelegenheit einer kostenlosen Informationsfahrt nutzen. Landrat Stephan Pusch: „Die ehemalige NS-Schulungsstätte stellt heute einen authentischen Erinnerungspunkt an ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte dar und ist inzwischen ein Symbol für ein neues Europa und ein Zeichen gegen die rechte Szene und rechtsextremistische Aktivitäten. Es ist mein Ziel, den Menschen aus dem Kreis Heinsberg zu ermöglichen, Vogelsang zu besuchen.”