Kreis Heinsberg: Kreissparkasse Heinsberg "sehr zufrieden" mit dem Jahr 2013

Kreis Heinsberg: Kreissparkasse Heinsberg "sehr zufrieden" mit dem Jahr 2013

Die Verankerung der Kreissparkasse Heinsberg in der Region hat der Vorstandsvorsitzende, Thomas Pennartz, bei der Bilanz-Pressekonferenz am Freitag in dem kurz vor dem Bezug stehenden Neubau der KSK-Hauptstelle in Erkelenz unterstrichen. „Wir arbeiten in der Region, die wir kennen, mit Menschen, die wir kennen. Wir fühlen uns den Menschen und Unternehmen hier verpflichtet. Unser Erfolg kommt aus der Region, und unser Erfolg dient der Region.“

„Sehr zufrieden“ blickte der Vorstand des Geldinstituts auf 2013 zurück und sprach von einem „gutem Geschäftsjahr mit stabiler Ertrags- und Risikolage“. „Die Kreissparkasse Heinsberg konnte im zurückliegenden Jahr ihre positive Geschäftsentwicklung fortsetzen und damit an den Erfolg der Vorjahre anknüpfen“, sagte Pennartz. Wieder einmal habe sich das Geschäftsmodell der Sparkasse bewährt. „Viele Menschen im Kreis Heinsberg haben uns im vergangenen Jahr erneut ihr Vertrauen geschenkt und damit die sichere, stabile und solide Geschäftspolitik unseres Hauses wertgeschätzt.“

Dafür galt sein Dank allen Kunden und Geschäftspartnern. Pennartz sprach aber auch die von der Europäischen Zentralbank weiterhin verfolgte „Politik des billigen Geldes“ an. Leidtragende seien in erster Linie die Sparer in Deutschland. „Auf Dauer kann dies nicht gut gehen, sodass wir hoffen, dass die EZB das Jahr 2014 nutzt, um die Zinswende einzuleiten.“

Neue Sparkassen-Card Plus

Die Bilanzsumme der Kreissparkasse Heinsberg wuchs im vergangenen Jahr um 0,5 Prozent auf 2,966 Milliarden Euro an, der Bestand von Krediten an Kunden um 0,2 Prozent auf 2,415 Milliarden Euro und die Summe der Kundeneinlagen um 0,1 Prozent auf 1,991 Milliarden Euro. Auch wenn die Kreissparkasse im Jahr 2013 mit 311 Millionen Euro Volumen weniger neue Kredite und Darlehen als im Vorjahr (388 Millionen Euro) bereitgestellt habe, so sei in den Kreditbeständen ein leichtes Wachstum von 5,7 Millionen Euro erreicht worden, führte Sparkassendirektor Dr. Richard Nouvertné aus.

Wohnungsbaukredite in Höhe von 146 Millionen Euro seien zugesagt worden. Über die Tochtergesellschaft S-Immobilien GmbH seien 161 Objekte mit einem Volumen von über 21 Millionen Euro vermittelt worden. Hätten die Kunden 2012 noch 1444 Konsumentenkredite mit einem Volumen von 14,9 Millionen Euro nachgefragt, so seien es 2013 1370 Kredite mit einem Volumen von 13,8 Millionen Euro gewesen. Als Ergänzung zu den klassischen Konsumentenkrediten — auch vor dem Hintergrund der immer wieder aufkommenden Diskussionen um die Höhe des Dispozinssatzes — bietet die Kreissparkasse nach Angaben von Nouvertné nunmehr seit Jahresbeginn als neues Produkt die Sparkassen-Card Plus an.

Mit der Einräumung einer Kreditlinie auf einem separaten, kostenlosen Girokonto könnten sich Kunden spontane Konsumwünsche direkt am „Point of Sale“, sprich im Geschäft, erfüllen. Der Zinssatz liege aktuell bei 7,2 Prozent. Mit Blick auf das Einlagengeschäft stellte Nouvertné fest: „Seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise hat die Nachfrage nach unseren hauseigenen Produkten tendenziell immer weiter zugenommen.“ 2013 insbesondere bei den Privat- und Unternehmenskunden mit einem Plus von 38,4 Millionen Euro.

Von der Kreissparkasse erwirtschaftet würden stabile Erträge, die eine notwendige Eigenkapital-Stärkung, aber auch eine Ausschüttung an die Träger — den Kreis Heinsberg und die Stadt Erkelenz — ermöglichen würden, sagte Sparkassendirektor Hans-Josef Mertens. Bereits heute erfülle das Geldinstitut die strengen Anforderungen des Regelwerks „Basel III“ mit einer höheren Eigenkapitalbasis, die schrittweise bis 2019 aufzubauen sei. „Bezogen auf die Bilanzsumme verfügen wir über ein Kernkapital von 7,1 Prozent.“

Die Ertragssituation sei im vergangenen Jahr wieder „erfreulich“ gewesen. Erwartet werde wieder ein Jahresüberschuss von rund zehn Millionen Euro. So solle es erneut eine Ausschüttung in Höhe von insgesamt einer Million Euro an den Kreis Heinsberg (80 Prozent) und die Stadt Erkelenz (20 Prozent) geben. Neun Millionen Euro sollten — mit Blick auf weiteres Wachstum — zur Stärkung des Eigenkapitals dienen. Ohne die Belastungen durch die erste Abwicklungsanstalt (Stichwort: WestLB) und die Landesbank Berlin wäre der Überschuss um 4,6 Millionen Euro höher ausgefallen...

Nicht nur die Ausschüttung an Kreis Heinsberg und Stadt Erkelenz fließen in die Region: „Zudem gehören wir mit 4,1 Millionen Euro Gewerbesteuer zu den stärksten Steuerzahlern in der Region“, so Mertens.

Soziale Verantwortung

„2013 haben wir uns als Sparkasse wieder unserer sozialen Verantwortung gestellt“, betonte Pennartz einen weiteren Aspekt. „Über 1,2 Millionen Euro haben wir, inklusive der Mittel, die unsere Stiftungen zur Verfügung gestellt haben, zum Wohle unseres Kreises und der Menschen, die hier leben, eingesetzt.“ So seien alleine aus dem PS-Zweckertrag rund 297\.000 Euro an 180 gemeinnützige Vereine und Institutionen gegangen.

Da sei zusätzlich das Sponsoring in der Region mit rund 500\.000 Euro. „Auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegenüber fühlen wir uns verpflichtet“, so der KSK-Chef weiter. „Als einer der größten Arbeitgeber im Kreisgebiet beschäftigten wir zum 31\. Dezember 2013 701 Mitarbeiter, davon bildeten wir 53 junge Menschen aus. Im laufenden Jahr wollen wir 20 Auszubildende einstellen.“

„Wir denken Zukunft“, formulierte Sparkassendirektor Mertens, das heiße, fortschrittlich und offen für Neues zu sein. „Zukunft denken“ sei für die Kreissparkasse aber auch „ein deutliches Bekenntnis, dauerhaft nah bei unseren Kunden zu sein“. So will die Sparkassenführung, wie sie auf Nachfrage betonte, an ihrem Netz von 51 Filialen festhalten; auch wenn inzwischen etwa 45 Prozent der Girokonteninhaber Online-Banking nutzen würden. „Wichtig ist uns, unseren Kunden und Geschäftspartnern viele Wege zu bieten, uns zu erreichen“, so Mertens. Von der persönlichen Beratung in Filialen bis zum Angebot im Internet.

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