Kreis Heinsberg: Kreissparkasse: „Ein ruhiger Pol in der turbulenten Finanzwelt“

Kreis Heinsberg: Kreissparkasse: „Ein ruhiger Pol in der turbulenten Finanzwelt“

„Wenn es der ­Realwirtschaft gut geht, geht‘s uns auch gut“, sagte Thomas Pennartz, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Heinsberg, am Montag bei der Verbandsversammlung.

Die Verbandsversammlung vom Sparkassenzweckverband des Kreises Heinsberg und der Stadt ­Erkelenz, tagte in der Kreisstadt Heinsberg. Und der Wirtschaft gehe es gut, so Pennartz, obwohl im Laufe des Jahres eine deutliche Abschwächung festzustellen gewesen sei; für 2015 erwarte er eine Stabilisierung.

„Das Geschäftsjahr ist gut“, stellte der Sparkassendirektor mit Blick auf die Zahlen des Geldinstituts für die ersten zehn Monate dieses Jahres fest. Das Volumen der Kundenkredite ist um 58,8 Millionen auf fast 2,474 Milliarden Euro angewachsen, wobei das Wachstum bei den Krediten an Unternehmen und Selbstständige mit einem Plus von 36,9 Millionen auf 1,343 Milliarden Euro sehr viel kräftiger ausfiel als das Wachstum bei den Privatkundenkrediten mit einem Plus von 6,8 Millionen auf 907,3 Millionen Euro.

Bei den bilanzwirksamen Kundeneinlagen hat in den ersten zehn Monaten ein Anstieg um 37,3 Millionen auf 2,028 Milliarden Euro zu Buche gestanden. Der Trend sei aufgrund des niedrigen Zinsniveaus klar in kurzfristige Anlageformen gegangen, berichtete Pennartz. So gab es denn auch bei Termin- und Sichteinlagen ein Plus von 56,0 Millionen auf 896,0 Millionen Euro, während ein Minus sowohl bei den Spareinlagen um 6,7 Millionen auf 935,2 Millionen Euro und bei den Eigenemissionen der Sparkasse um 11,9 Millionen Euro auf 196,9 Millionen Euro zu verzeichnen war. Die Botschaft des Vorstandsvorsitzenden an die Sparkassenkunden mit Stand vom Montag: „Unsere Kunden brauchen keine Angst vor Negativzinsen zu haben.“

Was das Jahresergebnis angeht, zeigte sich Pennartz zuversichtlich, die Vorjahreswerte wieder zu erreichen: „Wir gehen davon aus, dass wir in 2014 einen Jahresüberschuss von zehn Millionen Euro erwirtschaften werden.“ Dann solle auch die Ausschüttung in der bisherigen, in der Satzung verankerten Form erfolgen. So dürfte es also — wie für 2012 und 2013 — erneut eine Ausschüttung in Höhe von insgesamt einer Million Euro an Kreis Heinsberg (80 Prozent) und Stadt Erkelenz (20 Prozent) geben. Neun Millionen Euro würden zur Stärkung des ­Eigenkapitals eingesetzt.

Für den Vorsitzenden der Verbandsversammlung, Wilhelm Rütten, waren die präsentierten Zahlen auf jeden Fall ein Beleg dafür, dass die Kreissparkasse Heinsberg „ein ruhiger Pol in der turbulenten Finanzwelt“ sei.

(disch)