Kreis Heinsberg: Kreis Heinsberg unterstützt weiterhin museale Einrichtungen

Kreis Heinsberg: Kreis Heinsberg unterstützt weiterhin museale Einrichtungen

Der Kreis Heinsberg wird museale Einrichtungen in privater Trägerschaft auch weiterhin unterstützen. Dem Vorschlag der Verwaltung stimmten die Mitglieder des Ausschusses für Kultur, Partnerschaft und Tourismus einstimmig zu.

Entscheiden wird der Kreisausschuss in seiner Sitzung am 22. Juni. Einen Zuschuss in Höhe von je 1000 Euro sollen demnach erhalten das Flachsmuseum und das Museum für europäische Volkstrachten in Wegberg-Beeck, das Kleinbahnmuseum Selfkantbahn, das Rheinische Feuerwehrmuseum in Erkelenz-Lövenich und die Rurtal-Korbmacher in Hückelhoven-Hilfarth. Mit je 500 Euro sollen unterstützt werden das Bauernmuseum Selfkant, das Besucherbergwerk Sophia-Jacoba „Schacht 3” und das Mineralien- und Bergbaumuseum in Hückelhoven, die Gerhard-Tholen-Stube in Waldfeucht und das Historische Klassenzimmer in Geilenkirchen-Immendorf.

Mit 1400 Euro soll die Arbeit des Kreisverbands Heinsberg im Volksmusikerbund als Träger der Jungbläserschule Heinsberg gefördert werden. Zugleich beauftragte der Ausschuss bei seiner mehrheitlichen Entscheidung, für das kommende Jahr eine Konzeption zu erarbeiten, in die neue Erkenntnisse zur Entwicklung der Schülerzahlen einfließen. Der Vorschlag der FDP, die bisherige Förderung in Höhe von 2800 Euro beizubehalten, wurde mehrheitlich abgelehnt.

„Gedeckelt” werden sollen künftig die Zuschüsse bei partnerschaftlichen Begegnungen auf jeweils 1000 Euro. Gefördert werden die Teilnehmer bei Besuchen grundsätzlich weiterhin mit je vier Euro pro Tag inklusive An- und Abreise. Dezernent Helmut Preuß informierte in diesem Zusammenhang darüber, dass die nächste partnerschaftliche Begegnung in Form eines Sportfestivals vom 17. bis 22. Oktober in Komárom-Exztergrom stattfindet. 18 Schüler und zwei Begleitpersonen der Realschule des Schulverbandes Selfkant in Gangelt würden daran teilnehmen. Parallel ist eine Begegnung offizieller Delegationen der drei Partnerkreise geplant.

Derzeit gebe es jedes Jahr eine Begegnung, entweder in Form eines Freundschafts- oder eines Sportfestivals. Man sollte überlegen, auch aus Kostengründen wieder zum früheren Zwei-Jahres-Rhythmus bei den Veranstaltungen zurückzukehren, regte er an. Einem Antrag von Bündnis 90/Die Grünen folgend informierte die Verwaltung über die Fördermöglichkeiten für die Kultur- und Kreativwirtschaft im Kreisgebiet sowie über die Kosten, die bei einer eventuellen Potenzialanalyse zu erwarten wären.

Zum Abschluss der Sitzung informierte Gerda Mercks, Leiterin der Kreismusikschule, über die Aktivitäten der Schule im vergangenen Jahr, die ganz im Zeichen des 40-jährigen Bestehens standen. Mehr als 30 Konzerte und Veranstaltungen seien durchgeführt und durch internationale Begegnungen mit jungen Musikern aus Polen und Japan begleitet worden. Zur aktuellen Unterrichtssituation mit rund 1500 Schülern bemerkte sie, dass Kooperationen mit Kindertagesstätten und Schulen zunehmend gefragt seien.

Als einen Höhepunkt für das Programm der Kreismusikschule in diesem Jahr kündigte sie ein Dozentenkonzert für Samstag, 19.Juni, um 20 Uhr in der Wegberger Mühle an. Unter dem Motto „Möcht ich zerspringen vor lauter Musik” ist diese Veranstaltung Robert Schumann gewidmet, der vor genau 200 Jahren geboren wurde. „Eine der faszinierendsten Persönlichkeiten der Musikgeschichte feiert Geburtstag, und die Kreismusikschule feiert mit”, so die Schulleiterin.

Künstler in der von Dominik Mercks moderierten Veranstaltung werden Natalie Diart (Sopran), Ernest Frissen (Violine), Irina Fuchs und Andreas Schell (Klavier) sowie Schüler der Kreismusikschule sein. Sie werden Schumanns Werke singen und spielen, von der frühen Klavier- bis zur späten Kammermusik, vom Virtuosenstück bis zum romantischen Lied. Ergänzt wird das Programm durch Einblicke in Schumanns Leben.

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