Kreis Heinsberg: Kreis-Haushalt: Entspannung, aber keine Entwarnung

Kreis Heinsberg: Kreis-Haushalt: Entspannung, aber keine Entwarnung

Für den Kreis-Haushalt 2018, über den in der Kreistagssitzung am 21. Dezember abgestimmt werden soll, zeichnet sich eine breite Mehrheit ab: Im Finanzausschuss, der am Dienstagabend unter Vorsitz von Siegfried Przibylla (CDU) im Kreishaus tagte, votierten sowohl die Christdemokraten als auch die Sozialdemokraten mit Ja. Die anderen, kleineren Fraktionen meldeten noch Beratungsbedarf an und enthielten sich der Stimme.

Mit Blick auf den Etat des laufenden Jahres konnte Kämmerer Michael Schmitz in seinem Zwischenbericht weitere Verbesserungen verkünden, so ganz aktuell bei der Verteilung der Landesersparnis in Wohngeldausgaben. Der Anteil des Kreises fällt mit rund 4,1 Millionen Euro um mehr als 1,2 Millionen Euro höher aus als erwartet.

Im Vergleich zum ursprünglich veranschlagten Haushaltsdefizit in Höhe von rund 2,7 Millionen Euro, das durch eine entsprechende Entnahme aus der Ausgleichsrücklage kompensiert werden sollte, würde der Kreis das Haushaltsjahr 2017 nach dem jetzt vorgelegten Zwischenstand im Ergebnis mit einem Überschuss von zirka 4,7 Millionen Euro abschließen können. Dieses Geld soll laut Kämmerer in die Rücklage fließen, deren Bestand dann auf 20,6 Millionen Euro ansteigen würde.

Die positive finanzielle Entwicklung, die sich in vielen kommunalen Haushalten, bei Städten und Gemeinden, Kreisen und auch beim Landschaftsverband abzeichne, sei erfreulich, sagte Schmitz. „Die finanzielle Lage hat sich dadurch etwas entspannt.“ Daraus dürfe aber keine Entwarnung für die Finanzsituation des Kreises abgeleitet werden, warnte der Kämmerer. Über 50 Prozent der Aufwendungen im Kreis-Haushalt seien geprägt vom sozialen Bereich. „Die positive Haushaltsentwicklung, die wir derzeit vor allem in diesem Bereich haben, könnte nach einem Ende der Hochkonjunktur auch schnell wieder kippen — zu Lasten des Kreis-Haus­haltes.“

(disch)
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