Kreis Heinsberg: Konzert mit Collegium Musicum zum Gedenken an Anton Heinen

Kreis Heinsberg: Konzert mit Collegium Musicum zum Gedenken an Anton Heinen

In der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Wegberg-Rickelrath wurde mit einem Konzert des Collegium Musicum der Anton-Heinen-Volkshochschule dem 1934 verstorbenen Priester und Namensgeber der Volkshochschule gedacht.

Anton Heinen hatte in Rickelrath bis zu seinem Tod am 3. Januar 1934 als Pastor gearbeitet. Ein großes Anliegen des Theologen war die Erwachsenenbildung, wie sie noch heute von der Volkshochschule angeboten wird.

Der Leiter der Volkshochschule, Franz Josef Dahlmanns, betonte zum Beginn des Konzertes, dass das Anliegen der Volkshochschule eigentlich die Qualifizierung im beruflichen Bereich sei. Das musikalische Angebot des Collegiums Musicum sei jedoch für die Teilnehmer wie für die Zuhörer gleichermaßen lehrreich und unterhaltsam. Unter der Leitung von Prof. Dr. Norbert Brendt hat sich das Collegium Musicum im Laufe der Jahre zu einer Talentschmiede für junge Musiker entwickelt und bietet bei jeder Probe Gelegenheit zum gemeinsamen und individuellen Lernen.

Brendt steht dem Orchester schon seit vielen Jahren vor und überzeugt bei den Konzerten vor allem dadurch, dass er dem Publikum die Musik nicht nur vorspielt sondern auch erläutert. Zur richtigen Zeit klärt er über Besonderheiten der Kompositionen oder ihre Bedeutung für die Musikgeschichte auf. So erschließen sich dem Publikum ebenfalls neue Horizonte, wodurch dem Sinn der Volkshochschule erneut Rechnung getragen wird.

Zu Ehren des Namensgebers und Theologen Anton Heinen spielte das Collegium Musicum auch das „Adagio-Allegro-Adagio” von Arcangelo Corelli, den Brendt als einen für die Kammermusik wegweisenden Komponisten und Erfinder des Concerto grosso vorstellte.

Dessen Entwicklungen der Konzertmusik spiegelten sich auch im Werk von Ottorino Respighi wider, von dem „Passo mezzo e Mascherada” folgte. Ebenfalls aus Respighis Feder stammte das „Bergamasca” aus dem Jahr 1923. Auch Joseph Haydn, Gioachino Rossini und Georges Bizet kamen mit teilen ihrer Werke zu Gehör.

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