Kreis Heinsberg: Kontrollaktion soll Einbrüche verhindern

Kreis Heinsberg: Kontrollaktion soll Einbrüche verhindern

Der von der Polizei im Rahmen der Aktionswoche „Riegel vor! Sicher ist sicherer“ angekündigte kreisweite Kontrolleinsatz zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität hat am Freitag stattgefunden. Auch wenn keine Einbrecher auf frischer Tat ertappt wurden, gab es Festnahmen und die Ahndung einer Reihe anderer Delikte.

An mehreren Kontrollstellen im Kreisgebiet wurden Personen und Fahrzeuge überprüft. Zudem waren auch Beamte in ziviler Kleidung unterwegs. Ziel war es, Einbrüche zu verhindern und durch die Kontrollen Hinweise zu erlangen, die zur Aufklärung dieser Straftaten beitragen könnten. Die Beamten ahndeten aber auch die bei den Kontrollen festgestellten Verkehrsverstöße, denn — so die Polizei-Pressestelle — auch die Verhinderung von Verkehrsunfällen mit schweren Folgen ist ein erklärtes Ziel der Polizei.

Insgesamt kontrollierten die Polizeibeamten am Freitag 520 Personen und 462 Fahrzeuge, bilanzierte die Pressestelle am Abend. Unter den kontrollierten Personen war ein 32-jähriger aus Serbien stammender Mann, der für die Dauer der Klärung seines Aufenthaltsstatus festgenommen, einige Zeit später wieder entlassen wurde. Ein 49-jähriger aus Deutschland stammender Mann wurde festgenommen, da gegen ihn ein Haftbefehl bestand. Nach Zahlung einer Geldstrafe wurde der Mann ebenfalls wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die Polizisten stießen zudem auf zwei Fahrzeuge, deren Fahrer unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln standen. Daraufhin wurden beide zur Polizeiwache gebracht, wo ihnen eine Blutprobe entnommen wurde. Zudem erhielten sie eine Anzeige.

Bei zwei Personen fanden die Beamten Betäubungsmittel. Sie stellten diese sicher und fertigten Anzeigen gegen die beiden. Insgesamt 14 Fahrerinnen und Fahrer erhielten eine Anzeige, weil sie während der Fahrt verbotswidrig mit dem Handy telefoniert, ihre Ladung nicht richtig gesichert oder ihr Fahrzeug überladen hatten. Zwölf Verkehrsteilnehmer waren nicht angegurtet, trugen nicht die vorgeschriebene Sehhilfe oder führten die erforderlichen Papiere nicht mit sich und mussten deshalb ein Verwarnungsgeld zahlen.

Die aus den Kontrollen gewonnenen Erkenntnisse sollen in den kommenden Tagen ausgewertet und daraufhin überprüft werden, ob sie eventuell für anhängige Ermittlungsverfahren von Bedeutung sein könnten. Um Einbrüche zu verhindern und auch die Zahl von Verkehrsunfällen zu senken, bei denen Personen verletzt oder getötet werden, werde es in den kommenden Monaten weitere Kontrollen im Kreis Heinsberg geben, kündigte die Polizei am Freitag an.

Zudem bat die Polizei in einem erneuten Appell die Bevölkerung um Hilfe: Die Bürger sollten sich sofort melden, wenn ihnen verdächtige Personen auffallen würden. Auch wenn ihnen diese Beobachtungen im ersten Moment unbedeutend erscheinen würden, könnten sie für die Polizei der entscheidende Hinweis sein. Deshalb sollten sie sich nicht scheuen, die Polizei rund um die Uhr unter Telefon 110 zu verständigen. „Wir sind für jeden Hinweis dankbar“, so die Polizei.