Kommentiert: Das gibt sicher Zoff

Kommentiert: Das gibt sicher Zoff

Eines hat Städteregionsrat Helmut Etschenberg sicher nicht: Angst vor Auseinandersetzungen. Und die wird es in den nächsten Wochen und Monaten geben: mit der Politik, mit den Kommunen, mit den Sozialverbänden, mit den Bürgern.

Denn das Donnerstag von ihm präsentierte „Strukturkonzept Städteregion Aachen 2015-2025“ enthält — neben Vorhaben, die seit Jahren immer wieder diskutiert und nie verwirklicht werden konnten, wie die Schaffung eines regionalen Energie- und Wasserversorgers — durchaus einige Aufreger.

Sei es der Vorschlag, eines der fünf Berufskollegs in der Stadt Aachen zu schließen, oder der, auf den Neubau und die Erweiterung des Fachseminars für Altenpflege in Würselen-Bardenberg zu verzichten und eine deutlich abgespeckte Variante am Euregio-Kolleg in Würselen zu bauen, oder der, die Zuschüsse für soziale Verbände zu halbieren. Die Einführung von Parkgebühren am Straßenverkehrsamt und an Schulen oder von Nutzungsgebühren für Sporthallen wird ihm wohl auch keine neuen Freunde einbringen.

Entschieden ist aber noch gar nichts. Etschenberg hat mit der Vorstellung seines Konzept am Donnerstag den ersten Aufschlag gemacht. Jetzt sind die Politiker gefordert. Sie haben das letzte Wort. Denn sie entscheiden, was umgesetzt wird und was nicht. Mal sehen, wie weit sie Etschenberg folgen und wo sie ihn zurückpfeifen werden.

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