Städteregion: Knotenpunkt Fringshaus wird entschärft

Städteregion: Knotenpunkt Fringshaus wird entschärft

Der zukünftige Verkehrsfluss auf der Bundesstraße 258, der wichtigsten Straßenverbindung von der Eifel ins Oberzentrum Aachen, wird derzeit ausgiebig und kontrovers diskutiert.

Während sich der politische und öffentliche Blickwinkel total auf die Gestaltung des Streckenabschnitts zwischen Kalkhäuschen und Autobahnauffahrt Lichtenbusch fixiert hat, ist nahezu unbemerkt an anderer Stelle Bewegung auf die B 258 gekommen.

Wie Städteregionsrat Helmut Etschenberg jetzt am Ende der Sitzung des Wirtschaftsausschusses die überraschten Zuhörer wissen ließ, soll weiter in Richtung Eifel, am Knotenpunkt Fringshaus, mit dem Bau eines Kreisverkehrsplatzes die Situation für die Autofahrer entschärft werden.

Einigkeit mit belgischer Seite

Auch diese Planung ist ein Dauerbrenner, der aber noch eine zusätzliche Hürde bot, weil Teile der Planungsfläche auf belgischem Hoheitsgebiet liegen und die Kommunikation nicht immer flüssig verlief. Nun aber wurde in weiteren Gesprächen Einigkeit über die Eigentumsfragen erzielt. Hierbei ging es in erster Linie um die Interessen der direkt am Einmündungsbereich auf belgischem Gebiet liegenden beiden Betriebe. Nachdem sowohl die Erreichbarkeit des Restaurants wie auch des Geschäftes durch die Planung gesichert waren, erfolgte die Zustimmung der belgischen Seite.

In den ersten Planungen war vor Jahren lediglich von einer Einfädelungsspur für den aus Richtung Lammersdorf über die B 399 auf die B 258 einfließenden Verkehr in Richtung Aachen die Rede. Eine Vielzahl der Unfälle spielte sich in diesem Einmündungsbereich ab, da es hier häufiger zu Auffahrunfällen mit nach rechts abbiegenden Fahrzeugen kam. Diese Einfädelungsspur ist auch weiterhin Bestandteil der Planung. Sie soll zusätzlich zum Kreisverkehr errichtet werden, um Autofahrern aus dem Raum Simmerath eine zügige Weiterfahrt Richtung Aachen zu ermöglichen.

Im Rahmen einer informellen Nachfrage zum Thema Ausbau der B 258 beim Landesbetrieb Straßen.NRW hatte Etschenberg die Information von der Behörde erhalten, dass die Planungen am Knotenpunkt Fringshaus bereits weit vorangeschritten seien und im September eine konkrete Planung vorgelegt werden solle. Wann mit der Maßnahme begonnen werden soll, steht aber noch nicht fest. Die Planung liegt jetzt zunächst zur fachlichen Begutachtung bei der Städteregion. „Ich habe wie andere auch vom Informationsfreiheitsgesetz Gebrauch gemacht, um die Öffentlichkeit über die Pläne zu unterrichten“, erklärte Etschenberg.

(P. St.)
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