EM-Gedanken: Knallharte Wissenschaft

EM-Gedanken : Knallharte Wissenschaft

Favoriten gibt es bei dieser EM einige. Doch wer holt am Ende den Titel? Diese Frage hat die Wissenschaft eigentlich bereits beantwortet.

Haben Sie etwa das Spiel der Belgier gegen Russland verpasst? Tja, sie hätten den neuen Europameister des Jahres 2020 gesehen. Also nicht die Russen. Unsere Nachbarn werden in vier Wochen triumphieren. Im Finale gegen die Niederländer, die im Halbfinale Jogis Jungs rausschmeißen.

Die haben zuvor immerhin Kroatien und Spanien auf die Heimreise geschickt (es sei denn, beide Mannschaften hätten zu Hause Auswärtsspiele gehabt wie am Freitag die Italiener in Rom gegen die Türkei und wären schon daheim gewesen…, aber das nur am Rande).

Das alles ist nicht das Ergebnis von Recherchen eines schleimigen Orakels, eines tollpatschigen Zoo-Bewohners oder eines ahnungslosen Sportredakteurs, das ist von Wissenschaftlern knallhart erarbeitet worden.

Die Vorhersager (Wahrsager würde ja „wahr“ enthalten, deshalb Vorhersager) kommen von der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) und der Hochschule für Oekonomie & Management (FOM) und sind Sportwissenschaftler und Statistikexperten. Also sind die FHMs und FOMs eine gesunde Mischung aus Orakel, Zoo-Bewohner und Sportredakteur. Ja wenn das jetzt nicht klappt mit der Vorhersage!

P.S.: Irgendwo in der FHMschen und FOMschen Pressemitteilung steht übrigens der Satz: „Aber so klar ist das dann leider doch nicht.“ Wegen diesen „komplexen Spielsituationen“ und den „unvorhergesehenen Dingen“. Aha. Wie sagte schon einst Professor Adi Preißler, der im April 100 Jahre alt geworden wäre: „Grau is’ im Leben alle Theorie – aber entscheidend is’ auf’m Platz.“