Kreis Heinsberg: Kirche sieht sich auch in Firmen gefordert

Kreis Heinsberg: Kirche sieht sich auch in Firmen gefordert

Mit einer „Pastoral in der Arbeitswelt” will das Bistum Aachen künftig einen neuen Schwerpunkt in seiner seelsorgerischen Arbeit setzen. Vier Mitarbeiter sollen mit dieser Aufgabe beauftragt werden, zwei haben ihr Amt bereits übernommen, wie Christel Pott, Leiterin der Abteilung „Pastoral in Lebensräumen” im Generalvikariat, jetzt in einem Pressegespräch in der Heinsberger Bauunternehmung Frauenrath erläuterte.

Einer von ihnen ist Johannes Eschweiler, Pastoralreferent in der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Heinsberg-Oberbruch. Als Vorsitzender des Oberbrucher Vereins „Amos” engagierte sich Eschweiler bisher auf lokaler Ebene innerhalb seiner GdG für arme und arbeitslose Menschen.

Im Rahmen seiner neuen Beauftragung ist er jetzt in der gesamten Region Heinsberg für die „Pastoral in der Arbeitswelt” zuständig. Das Thema sei für die Kirche nicht neu, betonte Pott bei der Vorstellung der neuen Aktivitäten. Hier solle jetzt jedoch ein neuer Schwerpunkt gesetzt werden.

Die neue Funktion Eschweilers sei für die Region sehr wichtig, nicht nur, weil es kaum eine Zeit gegeben habe, die für die Menschen von so vielen Ängsten geprägt gewesen sei wie diese, lobte Regionaldekan Winfried Müller die Initiative. Die Region habe schon durch den Wegfall der chemischen Industrie in Oberbruch und die Zeche in Hückelhoven große Umbrüche in der Arbeitswelt verkraften müssen. „Da ist Kirche vor Ort jetzt ganz besonders gefragt”, betonte er.

Eschweiler selbst sieht seine Aufgabe darin, einen kontinuierlichen und intensiven Kontakt zu Betrieben, zu den dort beschäftigten Arbeitnehmern und Betriebsräten, aber auch zur Betriebsleitung zu suchen. „Regelmäßige Besuche und Gespräche sollen eine Basis des Vertrauens schaffen, auf der im Konfliktfall schnell aufgebaut werden kann.”

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