Erkelenz: Kinderschutzbund sucht eine Geschäftsstelle

Erkelenz: Kinderschutzbund sucht eine Geschäftsstelle

Der Kinderschutzbund in Erkelenz hat sich auf seiner Jahresversammlung im Gemeindezentrum St. Lambertus zufrieden mit dem vorigen Jahr gezeigt. Derzeit hat der Verein in Erkelenz rund 60 Mitglieder.

Gegründet wurde er vor fünf Jahren. Um die ehrenamtliche Arbeit auf professionellere Füße stellen zu können, ist eine Geschäftsstelle nötig. Eine Möglichkeit könnte da das Gebäude am Schwimmbad sein, in dem jetzt noch das Forum beheimatet ist. Dort sollen nach dem Umzug des Forums einige Vereine untergebracht werden. Entsprechende Gespräche werden derzeit geführt. Auch über die Finanzierung des ehrgeizigen Zieles muss noch intensiv nachgedacht werden.

„Man kennt uns in Erkelenz”, betont der Vorsitzende Michael Kutz. Daher würden immer wieder Ideen an den Kinderschutzbund herangetragen, die die Manpower des Vereins überschreiten. In solchen Fällen kann jedoch schnell geholfen und ein Ansprechpartner vermittelt werden. Immer wieder werden dem Verein auch Fälle gemeldet, die ans Jugendamt weitergeleitet werden.

„Anscheinend”, so vermutete Kutz, „ist die Hemmschwelle gegenüber dem Verein nicht so hoch wie gegenüber dem Amt”. Besonders erfolgreich war das Menschenkickerturnier unter dem Motto „Erkelenz hängt sich rein”, an dem über 50 Mannschaften teilnahmen. Gleichzeitig nutzten 18 Vereine die Gelegenheit, sich und ihre Arbeit im Rahmen des Turniers vorzustellen. Das Turnier wird zukünftig im Zweijahres-Rhythmus stattfinden, die Vorbereitungen laufen schon. Also müssen sich Kickerfans noch ein Jahr gedulden, bevor sie sich wieder richtig reinhängen können.

Ein anderes herausragendes Projekt waren die Theateraufführungen, die im Dezember zusammen mit dem Verein Zartbitter und in Kooperation mit der Elfriede-Meyer-Stiftung durchgeführt wurden. Insgesamt besuchten rund 1200 Schüler die drei Aufführungen des Stückes „Click it”, in dem das Thema Internet-Mobbing behandelt wurde.

Nach der Versammlung hatte der Verein zu einem Vortrag mit Antje Rometsch eingeladen. Sie ist Mitglied der Initiative „Eltern und Medien” der Landesanstalt Medien NRW und referierte über den kindgerechten Umgang mit Handy und Internet. Da seien die Eltern gefragt, um die Kinder frühzeitig zu stärken und auf Gefahren aufmerksam zu machen, lautete Rometschs Fazit.

Gerade die sozialen Netzwerke, in denen online Fotos veröffentlicht werden können, entwickeln sich oftmals zu Jobkillern. Denn der zukünftige Chef kann auch jederzeit den Bewerber googeln und findet manche unüberlegte Statements oder Fotos von Partys nicht so lustig.

Der Kinderschutzbund Erkelenz ist telefonisch unter 02431/980296 erreichbar.