Heinsberg-Karken: Keltische Klänge mit Mandolinen

Heinsberg-Karken: Keltische Klänge mit Mandolinen

Eine Reise zu den Kelten hat das Mandolinenorchester Karken unter der Leitung von Renate Reich bei seinem Konzert in der Pfarrkirche St. Severin Karken unternommen.

Als Begleiter waren mehrere junge Musiker der Heinsberger Jugendmusikschule dabei: die Solosängerinnen Claudia und Sonja Sperath, Elena Winkens mit der Querflöte, Jana Kremers am Cello und Anna-Maria Paulus mit ihrer Mandoline. Durch das Programm führten Tina Schluns und Nadine Turobin.

Die für Mandolinenorchester eigens komponierte Fantasie „Prime Rose” von Giacomo Sartori mit ihren Marsch- und Walzerpassagen bildete den gelungenen Auftakt der Darbietung. Eindrucksvoll waren auch die Variationen in Dynamik und Tempi, mit denen die Musiker in dem bretonischen Wiegenlied „Toutouig Lon Lane” in der Bearbeitung von Antje Husmann die Stimmung einer verzweifelten Mutter vermittelte, die versucht, ihr Kind in den Schlaf zu singen.

Es folgten das „Amazing Grace” mit den beiden Gesangssolistinnen in einem Arrangement von Hans Reisen, der „Tanz der schwarzen Berge” und der „Tanz des Meeres” aus der bretonischen „Suite Amorique” von Harry Jäger. Einflüsse von Klassik und Folklore wurden in „Gonemara” deutlich, einer Suite für vier Gitarren des Iren Turlogh O´Carolan, bearbeitet von Bruno Szordikowski. Mit der „Gigue” aus der „Suite Bergerac” komponiert von Marlo Strauß, vollzog das Mandolinenorchester einen Sprung an den Anfang des 20. Jahrhunderts.

Mitte des 19. Jahrhunderts erlebte die Oper „Martha” von Friedrich von Flotow ihre Uraufführung. Zu den Klängen des Orchesters in einer Bearbeitung von Horst Prell sangen die Solistinnen daraus die „Letzte Rose”. Drei irische Jigs umfasste „A visit to Ireland” in der Bearbeitung von Antje Husmann: „A visit to Ireland”, „A Trip to the Cottage” und „The Flaxdressers”.

Da passten vier Sätze aus der Suite „Celtic Fairries” gleich hintendran. Bekannt wurde es durch Cat Stevens, aber schon 1931 von Eleanor Farjoen in England geschrieben wurde „Morning has Broken”. Die Melodie wurde ursprünglich nach einem Ort auf der Isle of Mull benannt, damals bekannt mit dem Text des gälischen Weihnachtsliedes „Kind der Freude”. Diesen trugen Claudia und Sonja Sperath vor. Wie dieses wurde auch das letzte Stück von Thomas und Robert Möller-Rudolf bearbeitet.

„Londonderry Air” und „Should old acquaintance” präsentierten die Musiker dabei aus dem Stück „Durch Irlands grüne Hügel”. Mit letzterem, in Deutschland bekannt als „Nehmt Abschied Brüder”, verabschiedete sich das Orchester zunächst von seinen Zuhörern und spielte nach lang anhaltendem Beifall noch eine Zugabe.