Volleyball in der Region: Keine Zeit für lange Eingewöhnung

Volleyball in der Region : Keine Zeit für lange Eingewöhnung

Nach der langen coronabedingten Pause starten in der Dritten Volleyball-Liga und den Regionalligen die Spielzeiten. Die Teams müssen sich auf den neuen Modus einstellen.

DRITTE LIGA

PTSV Aachen - Rhein-Sieg Volleys (Sa., 19 Uhr, Bergische Gasse): Eigentlich ist Johannes Sülldorf ja in einem ganz anderen Sport unterwegs, auch wenn er seine Mannschaft als „die Wellenreiter“ beschreibt. An einem guten Tag ist für die Drittliga-Volleyballer des PTSV alles möglich, an einem weniger guten leider auch. „Wir sind heiß ohne Ende auf die ersten Spiele“, beschreibt der Zwei-Meter-Mann die Stimmung im Team, das zum Saisonauftakt die Rhein-Sieg Volleys an der Bergischen Gasse empfängt. Ein eher unbekannter Gegner, der in der vergangenen Saison Aufsteiger war und sich in der Corona-Pause dann personell stark verändert hat. Im eigenen Team haben die Verantwortlichen bei den Vorbereitungsturnieren einige Defizite ausgemacht, die im Training gezielt abgestellt werden sollten. Und eines ist in der zweigeteilten Liga klar: „Es geht darum, so schnell und so oft wie möglich zu punkten“, sagt Sülldorf angesichts von elf Mannschaften und drei Absteigern. Seine eigene Mannschaft ordnet der Diagonalangreifer dem „oberen Mittelfeld“ zu, räumt aber ein, dass viele Teams auf hohem Niveau nicht weit auseinander stehen. „Aber wir haben schon den Anspruch, nicht nur gegen den Abstieg zu spielen“, definiert der PTSV-Spieler das sportliche Ziel anders. Und warum sollte das auch nicht möglich sein, angesichts der Kaderstruktur des Aachener Teams: „Wir haben einen schönen Kader, sowohl in der Breite als auch in der Tiefe.“ Fehlt eigentlich nur noch der richtige Wellenkamm.

REGIONALLIGA

SSF Fortuna Bonn - PTSV Aachen II: „Unsere Vorbereitung war gut, fast schon zu gut“, definiert Spielertrainer Niklas Rademacher den Leistungsstand seiner Regionalliga-Volleyballer. Das eigene Turnier wurde gewonnen, „aber das wird sicherlich kein Selbstläufer werden“, prognostiziert er. „Nach Corona ist ganz viel offen.“ Den Abgang von Außenangreifer Anton Galow habe man kompensieren können und mit Frederik Adams ein Eigengewächs gewinnen können, das sich in seinem College-Jahr in den Vereinigten Staaten den letzten Schliff geholt habe. So zeichnet sich der Kader von PTSV II durch Kontinuität aus, vieles von dem, was sich andere Teams zu Saisonbeginn erarbeiten müssen, sei bereits automatisiert. Bonn als kommenden Gegner bezeichnet der PTSV-Coach als „Wundertüte“, gegen den man zuletzt nicht gespielt habe. Auch Rademacher sieht durch die Zweiteilung der Liga keine Zeit, sich zu akklimatisieren. „Die ersten Spiele zählen ungemein“, meint der 39-Jährige. „Aber wir müssen keine Angst haben.“

FRAUEN, REGIONALLIGA

Freier Grund – PTSV Aachen II: Der Abbruch der vergangenen Spielzeit kam für Martina Schudoma, Trainerin der Regionalliga-Volleyballerinnen des PTSV, alles andere als gelegen. Kein Wunder, schließlich war ihre Mannschaft mit sechs Siegen aus sechs Spielen in die neue Saison gestartet und machte sich berechtigte Hoffnungen, ganz oben ein gewichtiges Wörtchen mitreden zu können. Der gute Auftakt könnte sich für Schudoma gerne wiederholen, denn das (minimale) Ziel ist das Erreichen der Aufstiegsendrunde. „Und vielleicht geht ja dann noch was.“

Um das zu erreichen muss am kommenden Sonntag zum Saisonauftakt jedoch erst einmal der VTV Freier Grund in deren eigener Halle geschlagen werden. „Ein unangenehmer Gegner“, meint die Trainerin zu dem Team aus dem Siegerland. „Aber man hat auch in den Wochen der Vorbereitung nichts über Zu- oder Abgänge gehört.“ Anders als bei ihrem eigenen Team, bei dem es viele Abgänge gab, „das wir aber auch punktuell verstärken konnten“. In den ersten drei Begegnungen steht jedenfalls nicht der komplette Kader zur Verfügung, was bei den jungen Spielerinnen im Team auch den Herbstferien geschuldet ist. Und ob Maja Löcker mit ihrem Zweitspielrecht für das Bundesliga-Team verfügbar ist, entscheidet sich immer kurzfristig.

> Die Saison beginnt von den Oberligen an abwärts erst am 23./24. Oktober