Erkelenz-Granterath: Karneval kennt keine Grenzen

Erkelenz-Granterath: Karneval kennt keine Grenzen

Im Verlauf von 33 Jahren ist der Karneval der Granterather Vereinsgemeinschaft zu einem außergewöhnlichen Markenzeichen in der Region geworden. Davon können sich alle Karnevalsfreunde am 30. Januar in der Mehrzweckhalle überzeugen, wenn hier ab 19.11 Uhr ein karnevalistisches Feuerwerk gezündet wird.

Und 3 x 11 Jahre Brauchtumspflege ist ein besonderer Anlass, einen kleinen Rückblick zu halten, wie der Brauch aufgenommen und gewachsen ist, der von Anfang an von der Vereinsgemeinschaft getragen wird. Motor dieser Gemeinschaft ist ein Mann, der Dank seines außergewöhnlichen Organisationstalents Unmögliches möglich macht.

Es ist der einzige noch aktive Mitgründer: Vorsitzender Karl Mones. Nach Fertigstellung der Mehrzweckhalle im Jahre 1977 übernahmen die Ortsvereine die Verantwortung für das neue Kulturzentrum. Schon der gemeinsame Einsatz der Vereine beim Bau der Halle und den anschließenden Veranstaltungen wurde der Wunsch geäußert, eine Vereinsgemeinschaft zu gründen. Am 5. April 1977 folgte der einstimmige Beschluss. Fred Lievre führte die Vereinsgemeinschaft zunächst an.

Karl Mones gehörte dem Vorstand als Vertreter des Turnvereins 1910 Granterath an und übernahm sogleich das Amt des 2. Kassierers. 1980 folgte die Wahl zum Vorsitzenden der Vereinsgemeinschaft. Dieses nicht immer leichte Amt übt er seit 30 Jahre aus. In den folgenden Jahren gab er der Vereinsgemeinschaft das kulturelle Gütezeichen „besonders wertvoll”. Er sorgte auch dafür, dass dieser Zusammenschluss der Ortsvereine trotz unterschiedlichsten Interessen bestehen blieb. Nicht zuletzt ist es auch ein Verdienst des Vorstandsteams.

„Bei allen Planungen”, bestätigte Hubert Wilms, der Vorsitzender des Turnvereins, „steht bei Karl Mones das Wohl der Mitgliedsvereinen und der Bevölkerung von Granterath, Commerden, Scheidt und Genehen im Vordergrund. Das Organisationstalent von Karl Mones ist über die Grenzen von Erkelenz bekannt. Kaum einer kann seinen Bitten widerstehen. Er kehrte bisher nie mit leeren Händen heim. Bis ins ferne Kopenhagen trug er den Granterather Dorfkarneval”. Deshalb auch das diesjährige Motto: „Karneval kennt keine Grenzen.”

Vor 21 Jahren lernte der heutige Freund und Förderer der Vereinsgemeinschaft, Preben Torreck aus Dänemark, den Bazillus Granterather Karnevalensis kennen und wurde vom rheinischen Karneval angesteckt. Als „unheilbar” bezeichnete er sich daraufhin bei seinen jährlichen Besuchen. Jahre zuvor hatten Karin und Leo Jennesen Preben Torreck im Urlaub kennengelernt und nach Granterath eingeladen. Aus den ersten Begegnungen wurde eine feste Freundschaft zu Granterath und ganz besonders zum urwüchsigen heimischen Karneval.

Unter den Gegenbesuchen nach Dänemark heben sich die Reisen zum 70. und 75. Geburtstag (2008) von Preben Torreck hervor. Für alle ein unvergessliches Erlebnis. Es war ein Dankeschön von Preben Torreck für die erlebte Schirmherrschaft über den Granterather Karneval. Die Völkerverständigung zwischen Deutschland und Dänemark hatte beim 2 x 11 Jahre einen weiteren Höhepunkt: Preben Torreck bekam die „Jranktere Narrenkappe” verliehen.

2006 folgte passend dazu der „Rote Rock”, und er hat für die Jubiläumssession 2009/10 wieder die Schirmherrschaft übernommen. Für diese und viele Überraschungen vor und hinter den Kulissen hat Karl Mones in den 30 Jahren als Vorsitzender gesorgt. „Karl Mones hat sich mit seiner hohen nachahmenswerten sozialen Verantwortung um das Granterather Vereinsleben und über Granterath hinaus besondere Verdienste erworben”, sagte Hubert Wilms. Für weitere Überraschungen ist Karl Mones auch bei der Galakostümsitzung am 30. Januar gut, wie zu hören war.

Mehr von Aachener Zeitung