San Juan/Potsdam: Wo haben alle Angst vor „Irma“?

San Juan/Potsdam : Wo haben alle Angst vor „Irma“?

Erst richtete „Harvey“ im Süden der USA großen Schaden an. Jetzt ist „Irma“ in der Karibik unterwegs. Auch sie hat schon viel zerstört. „José“ könnte bald folgen. „Harvey“, „Irma“ und „José“ sind Hurrikans (gesprochen: hörrikäns).

Diese Wirbelstürme bringen starken Regen und starken Wind, der sogar Autos mitreißen kann. Zwischen Anfang Juni und Ende November kommt es auf der Nordhalbkugel der Erde häufiger als sonst zu solchen Wirbelstürmen.

„Aber drei Hurrikans gleichzeitig, das passiert im Atlantik nur sehr selten“, sagt Experte Tobias Geiger. „Irma“ ist einer der schwersten Hurrikans, die jemals in der Region gemessen wurden. Bei uns gibt es solche Wirbelstürme nicht.

Schnell wie ein Rennwagen

Wie „Harvey“ hat auch Hurrikan „Irma“ viel Schaden angerichtet. In der Karibik auf der Insel Barbuda sind fast alle Häuser zerstört oder beschädigt. Von schweren Schäden berichten auch andere Inseln. Der Wind erreichte Geschwindigkeiten von 290 Kilometern pro Stunde. Das ist etwa so schnell wie ein Rennwagen. Am Wochenende wird der Wirbelsturm auf der Halbinsel Florida erwartet.

Viele Menschen, die von dem Sturm betroffen sein könnten, bereiten sich auf ihn vor. Denn er kann lebensgefährlich sein. Vor Supermärkten stehen Menschen Schlange. An Tankstellen stauen sich Autos. Fenster und Türen von Häusern wurden mit Brettern vernagelt. So sieht es an vielen Orten in Florida im Südosten der Vereinigten Staaten aus.

Es gibt bestimmte Dinge, die man tun sollte, wenn es eine Wirbelsturm-Warnung gibt. Experten in den USA raten etwa dazu, bestimmte Sachen bei sich zu haben, die man im Notfall brauchen könnte. Dazu gehören unter anderem Taschenlampen, Batterien, Bargeld, Medikamente, Verbandszeug und Kleidung. Und natürlich Essen und Wasser für mehrere Tage. Denn es könnte sein, dass der Sturm Überschwemmungen verursacht, es kein sauberes Wasser gibt und man nicht aus dem Haus kann.

Darüber hinaus müssen Leute Wohnungen oder Häuser und Grundstücke sturmfest machen. Lose Dinge wie Gartenmöbel und Blumentöpfe sollen in Sicherheit gebracht werden. Denn reißt der Wind sie mit, können sie Schaden anrichten.

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