1. Karlo Clever

Bonn: Wieso gibt es im Weltraum Müll?

Bonn : Wieso gibt es im Weltraum Müll?

Diesen Müll können wir weder sehen noch riechen. Wir können ihn auch nicht einfach in die Mülltonne werfen. Dieser Müll flitzt mit einer irren Geschwindigkeit um unsere Erde. Man sagt zu ihm Weltraum-Müll.

Das sind zum Beispiel alte Treibstoff-Tanks von Raketen, kaputte oder abgeschaltete Satelliten oder Trümmerteile. Aber auch Werkzeug, das Astronauten einmal verloren haben. „Das ist alles Müll, den wir Menschen produziert haben“, erklärt Manuel Metz. Er ist Experte für Weltraum-Müll und arbeitet in der Stadt Bonn.

Vor rund 60 Jahren ging es mit dem Weltraum-Müll los. Damals wurde der erste Satellit ins Weltall geschossen. Er hieß Sputnik. Seit dieser Zeit schwirren nun Schrott-Teilchen um die Erde. Und es werden immer mehr. Mittlerweile sind es schon viele Millionen. Die meisten Teile sind winzig und nur wenige Millimeter groß. Sie sind nicht so gefährlich.

Es gibt aber auch größere Stücke — und die können große Schäden anrichten. Zum Beispiel an der Internationalen Raumstation ISS, auf der Raumfahrer sind. Oder an wichtigen Satelliten. Diese übertragen zum Beispiel die Fernsehbilder oder beobachten das Wetter. „Ein Trümmerteil von einem Zentimeter Größe kann einen ganzen Satelliten zerstören“, erklärt Manuel Metz. Denn die Trümmer sind mit einer hohen Geschwindigkeit unterwegs.

Um solche Zusammenstöße zu verhindern, wird der Müll genau beobachtet. Das macht unter anderem eine riesige Radar-Anlage im Bundesland Nordrhein-Westfalen. „Alle Teile, die größer sind als zehn Zentimeter, werden ständig kontrolliert, vermessen und in eine Art Katalog eingetragen“, erklärt der Fachmann.