Aachen: Wie trocknet ein Badetuch?

Aachen: Wie trocknet ein Badetuch?

Eben schnell ins Wasser hüpfen und danach mit dem Handtuch trocken rubbeln. Hast du dich eigentlich schon mal gefragt, warum dein Handtuch in der Schwimmhalle oder im Bad langsamer und in der Sonne schneller trocknet?

„Das Handtuch wird schneller trocken, wenn es warm wird“, sagt Lutz Feld. Er lehrt und forscht als Physik-Professor an der RWTH Aachen. Das flüssige Wasser im Handtuch dampft ab und wird gasförmig.

Das ist Lutz Feld. Er ist Physik-Professor an der RWTH Aachen und kennt sich nicht nur mit Wassermolekülen gut aus. Bei unserer Kinderuni hat er schon zweimal mitgemacht. Foto: Harald Krömer

Das Wasser besteht aus kleinen Teilchen: den Molekülen. Die müssen zum Trocknen verdampfen und die dazu benötigte Energie kommt zum Beispiel von der Sonnenwärme.

Grundsätzlich kann man sagen: Je wärmer es ist, desto schneller verdampfen die Wassermoleküle. Und dann ist auch das Handtuch schneller trocken.

Aber auch die Luftfeuchtigkeit spielt eine Rolle. „Wenn es zum Beispiel schwül ist, die Luft also schon viel Feuchtigkeit enthält, dauert das Trocknen länger“, sagt der Experte.

Dann sind nämlich schon viele Wasser-Teilchen in der Luft und es können nicht mehr viele nachkommen. „Dann muss erst ein Luftzug kommen und die Teilchen wegwehen“, sagt Lutz Feld. Der Badeanzug oder die Badehose trocknen wahrscheinlich viel schneller als das Handtuch. „Sie sind viel dünner und das Material hält das Wasser schlechter“, sagt der Physiker.

Wenn man sich übrigens statt abzutrocknen nass in die Sonne legt, wird der Körper nicht nur trocken, sondern auch kühl. „Die Energie zum Verdampfen wird den Wassertropfen entzogen und dadurch kühlen sie sich ab. Genau so funktioniert die Abkühlung beim Schwitzen“, sagt Lutz Feld. Vielleicht scheint die Sonne bald wieder mehr. Dann könnt ihr das ausprobieren — oder im Urlaub an einem sonnigen Strand.

(red)
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