Mit dem Ei ins Ziel: Wie funktioniert Rugby?

Mit dem Ei ins Ziel : Wie funktioniert Rugby?

Die Spieler auf dem Feld holen sich beim Rugby gegenseitig von den Beinen und ringen um den Ball. Klingt gefährlich. Aber es gibt klare Regeln bei diesem Sport.

Der Stürmer bekommt den Ball zugespielt. Er sprintet sofort los, macht einen Haken links und einen Haken rechts. Fast schafft er es über das ganze Spielfeld. Doch dann erwischt ihn ein Gegenspieler. Der Gegner umklammert die Beine des Stürmers und reißt ihn zu Boden. Ist das erlaubt? Klar! Beim Rugby gehört das zum Spiel.

Beim Rugby versuchen zwei Mannschaften, Punkte zu machen. Dafür tragen sie den Ball, passen, kicken ihn und legen ihn hinter einer Ziellinie ab. Der Ball beim Rugby ist allerdings nicht rund. Er sieht eher aus wie ein großes Ei.

Der Spieler, der den Ball trägt, darf angegriffen werden. Die Gegenspieler dürfen versuchen ihn zu umklammern, zu halten – oder von den Beinen zu holen. Bei dieser Sportart geht es also ganz schön zur Sache. So ähnlich läuft das auch bei American Football. Hier tragen die Spieler Helme und dicke Schutzkleidung. Die Spieler beim Rugby brauchen das nicht.

Aber ist das nicht gefährlich? „Nein, weil man beim Rugby respektvoll miteinander umgeht und es strenge Regeln gibt“, antwortet Gerald Gräfe von einem Rugby-Verein in Berlin. „Außerdem lernen die Spieler früh die richtigen Techniken, die man bei dem Spiel braucht.“ Dazu gehört etwa, wie man den Gegner richtig attackiert. Und wie man fällt, ohne sich weh zu tun.

Wenn Kinder Rugby lernen, wird umso mehr auf die Sicherheit geachtet. „Bei den Junioren darf man sich nur von der Hüfte abwärts angreifen“, erklärt Gerald Gräfe. Die Erwachsenen hingegen attackieren sich von der Schulter abwärts. Es gibt auch eine Spielart, bei der man den Gegenspieler nur durch Antippen stoppt – fast wie beim Fangen.

Ab dem 20. September treten die besten Rugby-Teams der Welt bei der Weltmeisterschaft an. In Japan stehen 15 Spieler pro Mannschaft auf dem Feld. Die deutsche Mannschaft hat es nicht geschafft, sich für das Turnier zu qualifizieren. In anderen Ländern gibt es viel mehr und auch bessere Spieler als bei uns. Denn hier ist Rugby nicht sehr verbreitet.

(dpa)
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