Wie funktioniert eine Klimaanlage?

Berlin: Wie erzeugt man kühle Luft?

Der Schweiß lief die Stirn hinunter. Am liebsten mochte man sich gar nicht bewegen. Auch in diesem Sommer, der allmählich zu Ende geht, war die Sonne an manchen Tagen ganz schön anstrengend. Viele Leute retteten sich ins Schwimmbad oder an einen See. In vielen Krankenhäusern, Büros und Geschäften sorgten Klimaanlagen für kühle Luft. Aber wie haben sie das gemacht?

Kälte zu erzeugen, ist nicht so leicht. Mit einem Trick klappt es. „Wärme ist Energie“, erklärt Experte Dirk Trembich. „Wir müssen diese Energie von einem Ort entfernen, an dem sie nicht erwünscht ist, und befördern sie woanders hin.“ Heißt: Warme Luft, die im Zimmer stört, muss raus. Das ist aber nicht so einfach, wenn es draußen heiß ist. Denn Wärme verteilt sich überall gleichmäßig.

Gegen dieses Naturgesetz kämpft die Klimaanlage an. Sie arbeitet wie ein Kreislauf. In der Regel besteht sie aus zwei Teilen. Ein Innengerät nimmt Wärme auf. Ein Außengerät gibt die Wärme wieder ab. Das geht so: In der Anlage steckt eine Rohrschlange. Dieses Rohr enthält ein gasförmiges Kältemittel. Im äußeren Teil wird das Gas in einen Verdichter gesaugt. Dort wird es zusammengedrückt und dadurch stark erhitzt. Auch im Hochsommer ist das Gas viel heißer als die Luft draußen.

Ein kräftiger Ventilator saugt die Luft von außen an. Diese Luft gelangt an die Rohrschlange und kühlt das zusammengedrückte Gas ab. Dabei wird das Gas flüssig.

Das flüssige Kältemittel wird nun in den inneren Teil geleitet. Hier verdunstet es wieder zu Gas. Beim Übergang von flüssig in gasförmig nimmt es Wärme aus der Umgebung auf. So wird die Luft in der Umgebung kühler.

Ein weiterer Ventilator bläst die kalte Luft im Innenraum durch die Anlage. So verteilt sich die Kühle im ganzen Raum. Nun wird das gasförmige Kühlmittel wieder nach außen geleitet. Und der Kreislauf beginnt von vorn.

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