San Francisco: Wer war Charles Townes?

San Francisco: Wer war Charles Townes?

Ihr kennt ihn wahrscheinlich nicht: Charles Townes. Aber ihr kennt seine berühmteste Erfindung. Charles Townes hat den Laser erfunden. Deshalb nennen ihn Forscher voller Respekt und Anerkennung auch den „Vater des Lasers“.

Am Dienstag in dieser Woche ist der Physiker aus Amerika im Alter von 99 Jahren in einem Krankenhaus in der Nähe von San Francisco gestorben. Das hat die Universität, an der Charles Townes lange geforscht hat, nun mitgeteilt. Es ist die „University of California“ in Berkeley. In einem halben Jahr wäre der Laser-Erfinder 100 Jahre alt geworden.

Eine der bekanntesten Zeitungen in Amerika, die „New York Times“, schrieb sinngemäß in einem Nachruf — so nennt man die Würdigung eines Menschen nach seinem Tod: Charles Townes machte es letztlich möglich, dass wir CDs abspielen können; dass an der Supermarktkasse Preise gescannt werden können; dass zum Beispiel Zeit exakt gemessen werden kann.

Aber das ist natürlich längst noch nicht alles. Laser-Technik kommt zum Beispiel auch bei der Erforschung von Planeten und Galaxien zum Einsatz. In der „New York Times“ stand außerdem: Charles Townes machte es auch möglich, dass wir die Geburt von Sternen verfolgen können.

Ganz alleine war der Physiker bei seiner Erfindung übrigens nicht. Sein Schwager Arthur Schawlow half, den scharf gebündelten Energie-Strahl — den Laser — zu entwickeln. Das geschah in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, also in den 1950er Jahren.

Im Jahr 1964 wurde Charles Townes mit dem Physik-Nobelpreis geehrt. Schwager Arthur bekam den Physik-Nobelpreis auch noch — im Jahr 1981.

(red/me)
Mehr von Aachener Zeitung