Peking: Was will Angela Merkel von China?

Peking: Was will Angela Merkel von China?

Das fanden die Studenten in Peking gut. Angela Merkel hat ihnen bei einer Rede in der chinesischen Hauptstadt Mut gemacht. Die jungen Leute in China sollten den Politikern stets kritische Fragen stellen, hat sie gesagt. Die Rede hat die deutsche Bundeskanzlerin an der Tsinghua-Universität gehalten. In China werden Menschen, die offen ihre Meinung gegen die Regierung sagen, verfolgt und bestraft.

Das war zum Beispiel früher in der DDR auch so. Da ist Angela Merkel aufgewachsen. Und sie weiß deshalb genau, dass man Dinge zum Guten verändern kann, wenn man Mut beweist. Deshalb hat sie an die chinesischen Studenten appelliert kritisch zu sein.

ARCHIV - Ein chinesischer Polizist hält Journalisten auf dem Tian'anmen-Platz davon ab eine Passkontrolle näher zu fotografieren (Archivfoto vom 04.06.2009). Foto: dpa

Aber nur kurze Zeit später wurde bekannt, dass die chinesische Regierung die Regeln für Reporter noch mal deutlich verschärft hat. Reporter dürfen ihre Informationen nun auch nicht mehr auf privaten Blogs oder Internetseiten unkontrolliert veröffentlichen.

Angela Merkel war schon öfter in China. Sie hat dann immer gefordert, dass die chinesische Regierung sich um Demokratie und Menschenrechte kümmern soll. Im Vordergrund stehen aber ganz andere Gespräche. Dabei geht es darum, wie Deutschland und China noch mehr in der Wirtschaft zusammenarbeiten können. Deutschland will mehr Produkte nach China verkaufen. Angela Merkel sagt: „Heute lässt sich in der Welt keine einzige Frage mehr ohne China und ohne Mitwirkung Chinas lösen.“

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