Aachen: Was läuft schlecht für Frauen?

Aachen: Was läuft schlecht für Frauen?

Wenn Lehrerinnen in der Grundschule immer strenger zu Jungen sind, weil sie mit den ruhigeren Mädchen besser klarkommen: Dann ist das nicht fair. Und es wäre ein Fall für einen Gleichstellungsbeauftragten.

Bei den Erwachsenen gibt es in vielen Bereichen solche Leute. Sie sollten darauf achten, dass es gerecht und fair zugeht. Man hat sie irgendwann eingeführt, weil vor allem die Frauen meistens benachteiligt wurden. Vieles ist inzwischen besser geworden. Aber es gibt zum Beispiel immer noch eine Sache, die bei uns in Deutschland nicht so gut läuft.

Es geht um Geld. Wenn man arbeitet, bekommt man dafür einen Lohn. Manchmal heißt es auch Entgelt, Gehalt, Bezug oder Verdienst. Eigentlich sollte es natürlich keinen Unterschied machen, ob man eine Frau oder ein Mann ist, wenn man etwas Bestimmtes arbeitet. Aber viele Frauen bekommen in Deutschland tatsächlich weniger Geld als Männer für die gleiche Arbeit.

Das haben die Leute vom Statistischen Bundesamt jetzt wieder herausgefunden. Das hat nichts damit zu tun, dass Frauen oft Teilzeit arbeiten. Oder dass Berufe, die meistens Frauen machen, wie Friseure, Erzieherinnen und so, von vorneherein schlechter bezahlt werden als viele Berufe, die meistens von Männern ausgeübt werden. Die Statistiker vermuten, dass Männer besser mit ihren Chefs über Geld verhandeln als Frauen.

Manche Politikerinnen überlegen, wie man das nun ändern kann. Sie meinen, dass man endlich strengere Regeln aufstellen muss, damit Frauen nicht länger benachteiligt werden. Die Politikerinnen hätten gerne ein neues Gesetz. Einen Namen dafür gibt es schon. Es heißt Entgeltgleichheitsgesetz. Darin steckt also: gleiches Entgelt — für Männer und Frauen. Vielleicht hört Ihr bald mehr darüber.

Mehr von Aachener Zeitung