1. Karlo Clever

Köln: Was ist jetzt in der Natur los?

Köln : Was ist jetzt in der Natur los?

Die Sonne scheint, die Temperaturen steigen. Es wird wärmer und überall beginnt es zu sprießen, zu knospen und zu blühen. Der Frühling ist da — und in der Natur tut sich eine Menge.

Die Zugvögel kommen: Im Herbst hatten sie sich davongemacht, um in wärmere Gegenden zu fliegen, etwa ins Land Spanien. Dort haben die Vögel den Winter verbracht. Doch nun kehren sie zurück! Viele sind schon gelandet und haben mit dem Nestbau begonnen. Wenn du aufmerksam den Himmel beobachtest, kannst du sie sehen — und vor allem hören! Aber nicht alle Vögel zwitschern. Störche zum Beispiel machen ein lautes, klapperndes Geräusch.

Mehr Licht: Im Frühjahr sind die Tage länger hell als im Winter. Das nehmen Pflanzen wahr. Denn sie haben so etwas wie Augen. Natürlich sind das keine Augen wie bei Menschen. Pflanzen sehen mit Hilfe von Molekülen. Das sind winzige Teilchen, die Helligkeit wahrnehmen. Wenn die Tage eine bestimmte Länge haben, erkennen das die Moleküle. Die Pflanze weiß nun: Sie kann mit dem Wachsen oder Blühen starten. Pflanzen verlassen sich also nicht so sehr auf die Temperatur, sondern vor allem auf die Tageslänge. So erkennen sie die Jahreszeit.

Die Schnellstarter blühen: Den Winter haben sie gut versteckt in der Erde verbracht: Krokusse, Tulpen und Narzissen etwa. Im Frühjahr gehören sie zu den Schnellstartern. Dabei nutzen sie einen Trick: Sie haben im vergangenen Jahr alle Pflanzenteile absterben lassen, die über der Erde wachsen. Also Blüten, Blätter und Stängel. In der Erde blieb nur die Knolle oder Zwiebel zurück. In der hat die Pflanze ihre ganze Energie gespeichert. So kann sie im Frühjahr schnell loslegen und neue Blätter und Blüten bilden.

Die Nische nutzen: Krokusse und Narzissen wachsen und blühen, solange die anderen Pflanzen um sie herum noch keine Blätter haben. Das bedeutet: Sie müssen nicht mit anderen Pflanzen um das Sonnenlicht konkurrieren. Aber das bleibt nicht lange so, bald schon beginnen die Bäume zu knospen. Deshalb müssen sich die Frühblüher beeilen. Sie müssen schnell wachsen, eine Blüte bekommen und Samen entwickeln. Denn nur aus den Samen können neue Pflanzen entstehen.

Die Bäume treiben aus: Hier und da kann man sie schon entdecken: kleine, grüne Knospen und Triebe. Sobald der Boden aufgetaut ist, können die Bäume mit ihren Wurzeln wieder Wasser aufsaugen. Das wird hinaufgeleitet, bis zu den Ästen, Zweigen und Knospen. Aber Bäume brauchen nicht nur Wasser zum Leben. Die Wurzeln nehmen auch Nährstoffe auf, wie etwa Stickstoff und Mineralien.

(red)