1. Karlo Clever

Westerland: Was gehört zum Urlaub am Meer?

Westerland : Was gehört zum Urlaub am Meer?

Der Tag von Ulrich Hoenack beginnt früh. Denn bevor die ersten Urlauber an den Strand der Insel Sylt kommen, ist er schon unterwegs. Der Grund: Ulrich Hoenack vermietet Strandkörbe. Und die müssen vorbereitet werden, bevor die ersten Gäste es sich an der Nordsee bequem machen wollen.

Jeden Morgen drehen Ulrich Hoenack und seine Mitarbeiter deshalb die Körbe in Richtung Sonne. „Das ist echter Frühsport. Ein Fitnessstudio brauchen wir nicht“, sagt der Strandkorb-Vermieter und lacht. Damit die Urlauber ihren Korb finden, sortieren die Helfer die Strandkörbe außerdem nach Nummern. Die Nummern stehen außen an den Körben. Am Strand-Abschnitt, für den Ulrich Hoenack und seine Mitarbeiter zuständig sind, gibt es fast 4000 Stück.

Strandkorbvermieter Ulrich Hoenack steht am 17.8.2017 am Strandübergang Rantum, Sylt. Ulrich Hoenack mag seinen Job - weil er den ganzen Tag draußen ist und in kurzen Hosen zur Arbeit gehen kann. ACHTUNG Honorarfrei nur für Bezieher der dpa-Nachrichten für Kinder.
Strandkorbvermieter Ulrich Hoenack steht am 17.8.2017 am Strandübergang Rantum, Sylt. Ulrich Hoenack mag seinen Job - weil er den ganzen Tag draußen ist und in kurzen Hosen zur Arbeit gehen kann. ACHTUNG Honorarfrei nur für Bezieher der dpa-Nachrichten für Kinder. Foto: Simone Steinhardt/dpa

Die vielen Körbe sehen nicht nur schön aus, sie sind auch praktisch. „Es ist oft windig hier auf Sylt. Im Strandkorb sitzen die Urlauber bequem und windgeschützt“, erklärt der Fachmann. So ein Strandkorb schützt aber auch vor zu viel Sonne. Auch an der Ostsee werden gern Strandkörbe gemietet, obwohl da weniger Wind weht. So haben die Urlauber einen festen Platz, auch für ihre Sachen.

Die Vermieter der Strandkörbe sitzen oft in kleinen Häuschen am Strand und warten auf Kunden. Oder sie kontrollieren, ob jemand ohne zu bezahlen im Korb sitzt.

„Bei uns sind die Körbe nicht abgeschlossen. Wenn man sich nur kurz ausruhen möchte, ist das ok. Ansonsten muss der Strandkorb bezahlt werden“, sagt Ulrich Hoenack. Er arbeitet mit kleinen Hand-Computern. Darüber wird ein Bon ausgedruckt. Darauf stehen Korbnummer, Preis und wie lange der Korb gemietet wird.

Gute zehn Euro kostet so ein Korb am Tag. Um den Preis gibt es immer mal Diskussionen. „Manche Gäste finden den Strandkorb zu teuer“, erzählt Ulrich Hoenack. Dafür können aber auch zwei Leute darin sitzen.

Ulrich Hoenack möchte mit niemandem tauschen. Er liebt seinen Job. „Ich bin den ganzen Tag draußen und kann kurze Hosen tragen. Und vor der Arbeit kann ich im Meer baden“, sagt er. Und nach der Arbeit natürlich auch.