Aachen: Was bedeutet Cyber-Grooming?

Aachen: Was bedeutet Cyber-Grooming?

Unten am Bildschirm ploppt ein Fenster auf: Du hast eine Nachricht erhalten. So oder so ähnlich läuft das ständig im Internet. Nutzer unterhalten sich auf Seiten mit Chat-Räumen. Oder sie reden miteinander, während sie zusammen im Internet spielen.

Das alles klingt erst mal halb so wild. Manche Leute nutzen solche Seiten aber aus, um anderen zu schaden. Bei Spielen im Internet versuchen sie etwa zunächst, das Vertrauen anderer zu gewinnen.

„Manchmal bieten sie Kindern kostenlos Online-Güter an“, erklärt Thomas-Gabriel Rüdiger, ein Experte der Polizei. Das können etwa besondere Rüstungen für eine Figur sein. Für solche Gegenstände müssen Spieler ansonsten häufig richtiges Geld bezahlen.

Aber was wollen diese Leute? Experten erklären: Sie fragen zum Beispiel nach Fotos, die sie nichts angehen. Manche wollen sich sogar mit Kindern verabreden. Und versuchen dann, sie zu etwas zu bringen, was sie nicht machen wollen. Treffen sollte man Unbekannte aber auf keinen Fall. Der Fachmann sagt: „Nur weil man mit jemandem spielt oder chattet, ist das noch kein Freund.“ Wer Kindern auf diese Art schaden möchte, kann sich strafbar machen.

Fachleute nennen das Cyber-Grooming. Das Wort Cyber steht für Internet. Groom könnte man mit anbahnen übersetzen. Gemeint sind also Leute, die sich im Internet an Kinder heranmachen.

Experten raten: Um sich vor Cyber-Grooming zu schützen, sollte man im Internet möglichst anonym bleiben. Der richtige Name und die Handynummer haben im Internet nichts zu suchen. Auch nicht, wo man wohnt oder zur Schule geht. So oder so gilt: Kommt dir etwas komisch vor, sprich mit einem Erwachsenen darüber.

(red)
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