1. Karlo Clever

Essen: Warum setzt sich Sandra Lück für Tiere ein?

Essen : Warum setzt sich Sandra Lück für Tiere ein?

Sandra Lück liebt Tiere. Hunde und Katzen, Ratten und Rinder. Ein besonderes Rind kann sie nicht vergessen. Als Sandra Lück 16 Jahre alt war, habe sie es in einem Film über Tiertransporte gesehen.

Das Rind wurde darin zum Schlachter gebracht. Aber es hatte sich ein Bein gebrochen und konnte nicht mehr selbst aufstehen. Da kam ein Kran und hob das Tier hoch, an seinem gebrochenen Bein. Das tat Sandra Lück sehr leid.

Heute setzt sich die 42-Jährige für Tierrechte ein. Sandra Lück ist eine der Chefinnen und Chefs der Partei „Mensch Umwelt Tierschutz“. Viele nennen die Partei auch einfach Tierschutzpartei.

Wie Sandra Lück dorthin kam, erzählt sie so: „Viele Jahre war ich im Tierschutz aktiv. Ich habe Tiere bei mir zu Hause aufgenommen, aus schlechten Bedingungen geholt und aufgepäppelt.“ Aber in der Politik war sie lange nicht. Bis sie vor drei Jahren von einem Gesetz in Rumänien erfuhr. Das Gesetz erlaubte es, Straßenhunde zu töten.

Da hat es ihr nicht mehr gereicht, nur selbst Tiere zu pflegen. „Um wirklich etwas zu ändern, müssen sich Gesetze ändern — und das geht nur politisch“, sagt Sandra Lück. Deshalb trat sie in die Tierschutzpartei ein.

In Parteien schließen sich Menschen mit gleichen Zielen zusammen. Sie versuchen dann, diese Ziele umzusetzen. Etwa indem sie sich als Politiker in den Bundestag wählen lassen.

Im September wählen die Erwachsenen in Deutschland wieder Politiker für den Bundestag. Auch Sandra Lück und andere Mitglieder der Tierschutzpartei stehen zur Wahl. Die Tierschützer rechnen sich zwar keine Chancen aus. Sie hoffen aber, dass sich mehr Menschen für den Tierschutz einsetzen.