1. Karlo Clever

Paris: Warum ist der 14. Juli wichtig?

Paris : Warum ist der 14. Juli wichtig?

Wir schreiben das Jahr 1789. Die Stimmung in Frankreich ist schlecht. Die Menschen sind unzufrieden. Denn viele sind sehr arm und haben nicht genug zu essen. Andere dagegen leben in Saus und Braus, wie zum Beispiel der König von Frankreich. Er besitzt alle Macht. Er allein erlässt die Gesetze.

Doch der König hat ein riesiges Problem: Sein Land ist so gut wie pleite. Aber wie lässt sich das Problem lösen? Dem König fällt wenig ein. Das macht die Menschen noch wütender. In der Stadt Paris zum Beispiel kommt es immer wieder zu Unruhen. Der König schickt daraufhin seine Soldaten in die Nähe der Stadt und entlässt seinen Finanzminister. Das ist dumm. Denn das Volk liebt ihn.

Ein Gefängnis

Dann kommt der 14. Juli. Die Bürger ziehen los und besorgen sich Waffen. Mit diesen laufen sie zur Bastille (gesprochen: Basti:e), einer großen Burg in Paris. Die Bastille wird damals als Gefängnis genutzt. Es sitzen nur sieben Gefangene in den Zellen. Trotzdem hat die Bastille für die Menschen eine besondere Bedeutung: Sie ist ein Zeichen für die Unterdrückung des Volkes durch den König. Deshalb ist sie so verhasst. Wer die Bastille angreift, greift sozusagen auch den König an. In der Burg sind nicht nur Gefangene. Dort lagert auch Munition für Waffen. Die wollen die Aufständischen holen. Der Kommandant der Bastille lässt auf die Menschen schießen. Viele sterben. Die Aufständischen ziehen ab. Sie besorgen sich bessere Waffen und Kanonen.

So ausgerüstet kehren sie zurück, und der eigentliche Sturm auf die Bastille beginnt. Der Kommandant ergibt sich. Der König zieht seine Soldaten ab und setzt den Finanzminister wieder ein. Das Volk hat den König zum ersten Mal in die Knie gezwungen. Deshalb ist der Sturm auf die Bastille für viele Menschen der Beginn einer besonderen Zeit, der Französischen Revolution.

Damals veränderte sich der Staat total. Am Ende der Französischen Revolution gab es keinen König mehr. Das Volk hatte gesiegt.