1. Karlo Clever

Vitamine: Helfer für starke Knochen

Vitamine : Helfer für starke Knochen

Vitamine sind wichtig für den Körper. Haben wir zu wenig davon, fühlen wir uns schlapp. Bekommen wir genug, sind wir meist fit und gesund. Und das funktioniert übers Essen!

„Iss mehr Obst, da sind Vitamine drin!“ Diesen Satz hast du bestimmt schon öfter gehört. Aber was sind überhaupt Vitamine? Im Wort Vitamin verstecken sich gleich zwei Begriffe: „Vita“ bedeutet Leben in der Sprache Latein. „Amin“ steht für Stoffe, die das Element Stickstoff enthalten. Ein Forscher hat das vor vielen Jahren entdeckt. Allerdings stellte man später fest, dass gar nicht alle Vitamine Stickstoff enthalten.

Was sind Vitamine?

Vitamine sind Stoffe, die für unseren Körper lebenswichtig sind. Sie helfen uns dabei, zu wachsen und schützen uns vor Krankheiten. Wir brauchen sie, damit wir uns nicht schlapp fühlen. Sie sorgen etwa auch für starke Knochen und Zähne und helfen beim Sehen. Der Körper kann sie aber meist nicht selber herstellen. „Wir sollten sie möglichst täglich mit der Nahrung aufnehmen“, sagt Silke Restemeyer. Sie ist Expertin für Ernährung. Eine Ausnahme ist das Vitamin D: Es wird auch gebildet, wenn Sonne auf die Haut trifft.

Wie viele Vitamine gibt es?

Insgesamt gibt es 13 Vitamine. Sie lassen sich in zwei Gruppen einteilen: die fettlöslichen und die wasserlöslichen Vitamine. Zu den fettlöslichen zählen die Vitamine mit den Buchstaben A, D, E und K. Damit unser Körper die gut aufnehmen kann, müssen wir Fett dazu essen. Also zur Karotte zum Beispiel einen Dip oder ein Butterbrot. Die fettlöslichen Vitamine kann der Körper länger speichern. Das ist anders bei den wasserlöslichen Vitaminen wie etwa dem Vitamin C. Deshalb braucht der Körper davon täglich Nachschub etwa durch frisches Obst.
Welches sind die wichtigsten Vitamine?

Alle Vitamine sind wichtig. Es gibt keinen Superstar, der alles kann.

Wo finden sich viele Vitamine?

„In Gemüse und Obst sind viele Vitamine drin. Aber ein Lebensmittel kann nicht alle Vitamine liefern“, erklärt Frau Restemeyer. Deshalb darf es bunt werden auf dem Teller. Vitamin A mit seinen Varianten steckt etwa in gelbem oder orangefarbenem Obst und Gemüse: Karotten, Paprika oder Aprikosen zum Beispiel. Aber auch in Feldsalat, Spinat, Grünkohl und Leber. Vitamin A ist gut für die Augen und die Haut.

Vitamin C ist wichtig, damit wir gesund bleiben. Und etwa damit eine Wunde gut verheilt. Gute Lieferanten für dieses Vitamin sind zum Beispiel Brokkoli, Zitrusfrüchte, Paprika und schwarze Johannisbeeren. Weil Vitamine sehr empfindlich sind, raten Fachleute dazu, möglichst frische Lebensmittel zu essen.

Gibt es Vitamine nur in Obst und Gemüse?

Vitamin B12 ist eine Ausnahme: Dieser Nährstoff kommt nur in tierischen Produkten vor. Er steckt zum Beispiel in Leber, Fisch, Eiern und Milch. Vitamin B12 sorgt dafür, dass wir genug Blut im Körper haben. Wer also gar nichts vom Tier essen mag, der muss anders an dieses Vitamin rankommen. Oft geht das nur mit Tabletten.

Gibt es noch weitere Ausnahmen?

Vitamin D ist auch ein Sonderfall: Diesen Nährstoff kann der Körper zwar über Lebensmittel wie etwa Eigelb, Fisch und einige Pilze aufnehmen. Aber unser Körper kann Vitamin D auch selbst bilden. Das gilt für alle anderen Vitamine nicht. Dafür muss man nur in die Sonne gehen. Ein kleiner Spaziergang täglich genügt schon. Aber im Sommer vorher eincremen nicht vergessen. Vitamin D ist wichtig für gesunde Knochen und Zähne.


Kann man zu viele oder zu wenige Vitamine aufnehmen?

Mit normalen Lebensmitteln ist es kaum möglich, zu viele Vitamine zu sich zu nehmen. Denn der Körper kann sie wieder ausscheiden. Auch ein Mangel an Vitaminen kommt in Deutschland kaum vor. Denn wer täglich Obst und Gemüse, Vollkornprodukte und etwa Nüsse isst, bekommt genügend Vitamine. Manche Leute nehmen extra Vitamintabletten. Aber Fachleute sagen: Die sind in der Regel nicht nötig.

(dpa)