1. Karlo Clever

Hamburg: Viele Bücher leicht zu tragen

Hamburg : Viele Bücher leicht zu tragen

Lieber ein gedrucktes Buch mit Seiten aus Papier oder doch eine Datei auf einem Gerät? Wer etwas lesen möchte, kann sich entscheiden. Hier erfährst du mehr über E-Books.

Was für ein dicker Schinken! Das sagen Leute manchmal über Bücher mit vielen Seiten. Wenn du selbst gerne dicke Bücher liest, weißt du: Sie sind oft auch ziemlich schwer. Für manche Menschen ist das ein Grund, sie als E-Book zu lesen.

„Das E steht für den Begriff elektronisch. Ein E-Book ist also ein elektronisches Buch“, erklärt Carmen Udina. Sie arbeitet für eine große Verlagsgruppe und kennt sich mit E-Books aus. Anders als bei einem gedruckten Buch mit Seiten aus Papier kann man ein E-Book nicht in den Händen halten. Ein E-Book ist eine Datei. Man braucht ein Gerät, um diese Datei zu öffnen und zu lesen.

„Im Jahr 1988 wurde das erste Buch veröffentlicht, das sich vollständig am Computer als elektronisches Buch lesen ließ“, sagt Frau Udina. Allerdings fanden es die Menschen damals nicht sonderlich verlockend, ganze Bücher am Computer zu lesen. „1999 wurde der erste E-Reader auf den amerikanischen Markt gebracht“, sagt Carmen Udina.

Als E-Reader werden die tragbaren Lesegeräte für E-Books bezeichnet. Die ersten Geräte waren jedoch nicht erfolgreich. Es dauerte noch eine ganze Weile, bis E-Books wirklich auf größeres Interesse stießen.

Heutzutage lesen viele Menschen E-Books außerdem auf dem Handy oder dem Tablet. Man bekommt die digitalen Bücher bei vielen großen Buchhändlern online. „Aber auch, wenn man auf den Online-Shop der Buchhandlung um die Ecke geht, kann man dort inzwischen seine E-Books kaufen und downloaden. Damit unterstützt man sogar noch seinen Lieblings-Buchhändler vor Ort“, sagt Frau Udina.

Ein großer Vorteil dieser Art zu lesen: Man kann ziemlich viele Bücher auf so ein Gerät laden und es wird nicht schwerer. Carmen Udina sagt außerdem: „Wir leiden im Jahr 2022 stark unter Papierknappheit.“ Papier ist für E-Books natürlich nicht nötig. Wer ansonsten auf Umweltfreundlichkeit achten will, sollte seinen Reader mit Öko-Strom laden und darauf achten, dass der Akku austauschbar ist. So halten die Geräte länger!

Ein Nachteil von E-Books: Man kann sich die Dateien nicht ins Bücherregal stellen. Und: „Ein E-Reader kann die Inhalte nur in Schwarz-Weiß darstellen, daher kann man die bunten Illustrationen leider nicht so gut erkennen“, sagt Carmen Udina. Außerdem gilt: Das Ladekabel sollte man nicht vergessen. Sonst könnte der E-Reader an der spannendsten Stelle ausgehen.

(dpa)