1. Karlo Clever

Umweltministerin Svenja Schulze: „Umweltschutz muss man lernen“

Umweltministerin Svenja Schulze : „Umweltschutz muss man lernen“

Tiere, Pflanzen und Klima gehören zum Spezialgebiet von Svenja Schulze. Sie ist Mitglied der deutschen Regierung. Hier erfährst du mehr über die Arbeit der Umweltministerin.

Svenja Schulze ist in der deutschen Regierung für die Umwelt zuständig. Doch warum geht der Umweltschutz nur langsam voran? Und wie findet die Ministerin das? Darüber hat Svenja Schulze mit uns im Interview gesprochen.

Frau Ministerin Schulze, mit
welchen Themen haben sie als
Umweltministerin am meisten zu tun?

Svenja Schulze: „Das ist der Klimaschutz, wo ich zum Beispiel den Fabriken dabei helfe, Stahl herzustellen, ohne dabei Kohle zu verbrennen. Wenn wir das schaffen, hilft das gegen die Erhitzung der Erde. Ein zweites Thema ist, dass weniger Plastik weggeworfen wird. Zusammen mit anderen Ländern in Europa haben wir zum Beispiel Plastikbesteck verboten, weil das immer wieder in den Meeren landet und Vögel und Fische daran sterben. Man kann ja auch problemlos sein Besteck nach dem Essen abwaschen und wieder benutzen. Ein drittes Thema ist, Tiere und Pflanzen zu schützen, im Regenwald, aber auch bei uns.“

Warum geht es beim Thema
Umweltschutz nicht schneller
voran?

Schulze: „Mir dauert das auch oft zu lange, aber ich kann manches auch verstehen. Denn es geht um alte Gewohnheiten von sehr vielen Menschen auf der ganzen Welt. Ein Beispiel: Viele von uns haben sich ans Autofahren gewöhnt. Man kann auch mit Fahrrad, Bus und Bahn oder Elektroauto ans Ziel kommen. Das ist besser für die Umwelt, weil man dann kein Benzin verbrennen muss. Aber das muss man erst lernen und wir Politikerinnen müssen etwas dafür tun, dass es neue Fahrradwege und Buslinien gibt und Elektroautos billiger werden.“

Welches Thema ist Ihnen am wichtigsten und warum?

Schulze: „Mir ist Gerechtigkeit wichtig. Wenn die Umwelt zerstört wird, ist das am ungerechtesten für die Kinder, weil die nichts dafür können, aber lange darunter leiden müssen. Gleichzeitig will ich, dass alle beim Klimaschutz mitmachen können - auch die, die wenig Geld haben.“

Um welche Tiere machen
Sie sich am meisten Sorgen und
warum?

Schulze: „Das sind viele. Es ist
traurig, wenn Schildkröten sich an Plastikteilchen im Meer verschlucken und daran sterben. Oder wenn Elefanten gejagt werden, weil
Menschen ihr Elfenbein verkaufen wollen. Oder wenn Orang-Utans ihren Lebensraum verlieren, den Regenwald. Aber auch bei uns in Deutschland sind Tiere in Gefahr. Viele Insekten zum Beispiel brauchen Blüten, um sich zu ernähren. Darum arbeite ich daran, dass es in Deutschland wieder mehr Blumenwiesen gibt.“

Wie oft sind Sie selbst in der Natur unterwegs?

Schulze: „Meistens bin ich im Büro oder spreche mit anderen Menschen. Aber so oft wie möglich versuche ich, in die Natur zu gehen, mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Das tut mir gut. Und es gibt so viel zu entdecken.“

Was ist Ihr Lieblingsplatz in der Natur?

Schulze: „Das Meer, da kann man so weit in die Ferne schauen.“