1. Karlo Clever

Technisches Hilfswerk: Üben für den Ernstfall

Technisches Hilfswerk : Üben für den Ernstfall

Bei Überschwemmungen oder Bränden sind sie zur Stelle: Die Helfer vom Technischen Hilfswerk. Bei der THW-Jugend lernen auch Kinder, wie sie im Notfall helfen können.

„Heros Heidelberg 21 von Heros Heidelberg 19, kommen“, tönt eine Stimme aus dem Funkgerät. „Was muss ich jetzt noch mal sagen?“, fragt Maximilian. Der Zehnjährige nimmt mit anderen Kindern und Jugendlichen an einer Übung der THW-Jugend in Heidelberg teil. THW ist die Abkürzung für Technisches Hilfswerk.

Diese Organisation hilft, wenn Menschen oder Tiere gerettet werden müssen. Die erwachsenen Helfer kommen auch, wenn etwa Stromleitungen zerstört sind oder ein Haus nach einem Brand einstürzen könnte. Meist bittet die Feuerwehr das THW um Unterstützung.

Dann rücken die Helfer mit großen blauen Einsatzwagen an. Darin befinden sich Geräte und spezielle Ausrüstung. Zum Beispiel, um einen Ort nachts hell zu erleuchten, Strom zu erzeugen oder Menschen in Trümmern zu finden. Als erstes aber schauen sich die Helfer den Einsatzort genau an. So eine Erkundung gehört auch zur Übung. Maximilians Freund Paul nimmt das Funkgerät: „Hier Heros Heidelberg 21, kommen!“, antwortet er. „Habt ihr Gefahrenstellen entdeckt?“, fragt die Stimme zurück.

Hinter einer Halle befinden sich mehrere Garagen. Auf einer davon entdeckt Maximilian ein Gefahrensymbol. „Eine Garage mit gefährlichen Stoffen. Wir wissen nicht, was es ist“, sagt Paul ins Funkgerät.

Es folgt die nächste Aufgabe: Ein Verletzter wurde gefunden und muss abtransportiert werden. Vincent spielt den Verletzten und legt sich auf den Boden. Gemeinsam heben die Helfer ihn auf eine Trage, decken ihn zu und schnallen ihn an.

Nun muss er eingebunden werden. So heißt das Festbinden auf der Trage. Denn beim Abtransport zum Beispiel aus Trümmern kann es sein, dass die Trage hochkant getragen werden muss. Damit der Verletzte nicht runterrutscht, werden auch die Füße festgebunden. Währenddessen bleibt ein Helfer immer am Kopf des Verletzten und redet mit ihm. „Beruhigt ihn, verbreitet keine Panik. Und stellt sicher, dass er nicht bewusstlos wird“, erklärt Jugendbetreuer Alexander Goldner. Das passiert zum Glück nicht, schließlich ist es nur eine Übung.

Am Ende lobt Alexander Goldner die Gruppe: „Ihr habt gut zusammengearbeitet!“ Maximilian und Paul sind sich einig: Das Beste beim THW sind der Zusammenhalt und die Teamarbeit. „Und die technischen Geräte“, sagt Paul.

(dpa)