1. Karlo Clever

Spannende Experimente: Tolle Versuche in der Kälte

Spannende Experimente : Tolle Versuche in der Kälte

Eiskristalle wachsen auf Seifenblasen, bunte Eiskugeln rollen durch den Garten, heißes Wasser zerstäubt in der Luft zu eisigem Pulver. Jetzt im Winter kann man tolle Experimente probieren.

Ist das kalt da draußen! Verstecken spielen, Seilspringen oder auf Klettergeräten rumturnen macht in diesen Tagen nicht ganz so viel Spaß. Aber gegen die Langeweile zu Hause gibt es ein paar coole Experimente, die man im Sommer nicht machen kann. Denn für die Versuche muss es am besten richtig bitterkalt sein!

Gefrorene Seifenblasen

Seifenblasen hat so ziemlich jeder schon einmal gemacht. Aber hast du sie auch schon einmal gefrieren lassen? Das sieht echt toll aus! Nach und nach wachsen die Kristalle aus Eis auf der Seifenblase. Erst tanzen die Eisblumen umeinander herum. Dann verbinden sie sich und bilden schließlich eine Kugel aus hauchdünnem Eis. Aber wie macht man die?

Am besten rührst du dir eine eigene Seifenlauge an. Dazu mischst du 20 Milliliter Spülmittel mit 100 Milliliter Leitungswasser. Ein Trick hilft, damit die Seifenblasen nicht so schnell kaputt gehen: Gib einen Schuss Zuckersirup hinzu! Der Sirup verdickt die Wand der Blase. Der Zucker lässt die Kristalle besser wachsen.

Tauche nun den Stab in die Lauge und puste Seifenblasen. Gut ist, wenn du die Seifenblase nicht in die Luft, sondern auf eine Oberfläche pustest. Du kannst die Seifenblase zum Beispiel auf dem Schnee „ablegen“. Am besten klappt es, wenn es draußen unter null Grad Celsius kalt ist.

Eisige Kugeln und Scheiben

Wenn es draußen ordentlich geschneit hat und es nicht allzu frostig ist, kann man mit dem Schnee tolle Figuren bauen. Aber wie wäre es einmal mit Figuren aus Eis? Schöne Eiskugeln erhältst du, indem du einen Ballon mit Wasser füllst und draußen gefrieren lässt. Wenn du Lebensmittelfarbe hinzu gibst, lassen sich sogar bunte Kugeln aus dem Ballon pellen.

Eisige Scheiben erhältst du, wenn du Teller oder flache Schälchen aus Plastik mit Wasser füllst. Ist das Wasser gefroren, kannst du die Teller oder Schälchen ablösen. Wenn du vorab einen Bindfaden halb ins Wasser hängst, kannst du die Scheiben später sogar daran aufhängen. Noch schöner sehen die Scheiben aus, wenn du etwa Blätter oder Zweige mit ins Wasser legst und einfrieren lässt.

Schnee zaubern

Das ist ja verrückt! Heißes Wasser gefriert schneller als kaltes. Dabei vermutet man doch, dass das heiße Wasser erst einmal abkühlen muss, um schließlich zu gefrieren. Doch das Gegenteil ist der Fall. Dieses Phänomen hat einen Namen: Mpemba-Effekt. So ganz genau erklären lässt sich der Effekt bislang nicht.

Doch man kann den Mpemba-Effekt nutzen! Denn wenn es draußen kälter als minus zehn Grad ist, kann man Schnee zaubern. Dazu wird heißes Wasser in die Luft geworfen. Das geht am besten, indem man Wasser aufkocht und in eine Thermoskanne füllt. Draußen in der Kälte öffnet man die Kanne und schleudert kraftvoll das Wasser hinaus. Es gefriert noch in der Luft zu Pulverschnee. Ob es für den Mpemba-Effekt auch kalt genug ist, sollte aber zunächst ein Erwachsener mit ganz wenig heißem Wasser ausprobieren.

(dpa)