1. Karlo Clever

Zwischen Homeschooling und Distanzunterricht: Svea freut sich auf die Schule

Zwischen Homeschooling und Distanzunterricht : Svea freut sich auf die Schule

Alle paar Tage zum Unterricht: Viele Kinder in Deutschland kehren in der Corona-Krise wieder in die Klassen zurück. Svea aus Hamburg kann es kaum erwarten.

Zwölf Wochen war Svea nicht mehr in ihrer Schule. Wie viele Kinder in Deutschland starrte sie ständig auf ihren Bildschirm zu Hause. „Manchmal hatten wir auch zwei Videokonferenzen am Tag“, erzählt sie. Svea ist zehn Jahre alt. Sie geht in die vierte Klasse einer Grundschule in der Stadt Hamburg.

Am Montag darf Svea wieder zurück in die Schule. An ihrer Schule wechseln sich verschiedene Gruppen ab. „Also ich bin die erste Gruppe, die geht am Montag, Mittwoch und Freitag. Aber nächste Woche sind wir Dienstag und Donnerstag da.“ So eine Aufteilung wird Wechsel-Unterricht genannt.

Sorgen bei den Fachleuten

Auch in anderen Teilen von Deutschland kehren immer mehr Schülerinnen und Schüler in ihre Klassenräume zurück. Manchen Fachleuten macht das allerdings Sorgen. Denn gerade stecken sich in Deutschland wieder mehr Menschen mit dem Coronavirus an, auch Kinder und Jugendliche. „Die Schulen sind nach wie vor kein sicherer Ort“, sagte ein Vertreter von Lehrern dazu vor Kurzem.

Auch deshalb gelten an den Schulen weiterhin strenge Regeln. „Bei uns müssen von der ersten bis zur vierten Klasse alle Masken tragen“, sagt Svea. „Das wird eine Umgewöhnung sein. Aber sonst mache ich mir keine Sorgen.“

Auf das Lernen zu Hause könnte Svea jedenfalls verzichten. Morgens konnte sie zwar ein bisschen länger schlafen. Viel mehr Vorteile fallen ihr aber nicht ein. „Ich finde es auf jeden Fall besser in der Schule, da können die Lehrer einfach besser helfen“, erzählt das Mädchen.

Das sehen auch andere Leute so. „Wir wollen, dass noch im März alle Schülerinnen und Schüler wieder zur Schule gehen“, sagte eine Politikerin Anfang des Monats. „Auch wenn es im Regelfall erst mal Wechsel-Unterricht sein wird.“

Im großen Bundesland Nordrhein-Westfalen lautet der Plan: Jeder Schüler soll mindestens einmal pro Woche in die Schule dürfen. Es soll auch möglich sein, dort Tests auf das Coronavirus zu machen. Andere Fachleute sind noch etwas zurückhaltender. Auch in nächster Zeit werden also weiter viele Kinder regelmäßig zu Hause lernen. (dpa)

(dpa)