1. Karlo Clever

Große Armut: Schwieriges Leben in Afghanistan

Große Armut : Schwieriges Leben in Afghanistan

Strenge Regeln für Frauen und Mädchen und große Armut: Den Menschen in Afghanistan geht es nicht gut. Seit einem Jahr wird das Land von einer extremen islamistischen Gruppe kontrolliert.

Vor einem Jahr war das Chaos am Flughafen groß: Viele Menschen versuchten, einen Platz in den wenigen Flugzeugen zu bekommen. Sie wollten ihr Heimatland Afghanistan verlassen, weil sie Angst vor den Kämpfern der Gruppe Taliban hatten. Die haben damals die Macht übernommen. Wie es den Menschen im Land in Asien heute geht, erfährst du hier.

Was ist vor einem Jahr in Afghanistan passiert?

Bis vor einem Jahr waren Soldatinnen und Soldaten aus verschiedenen Ländern in Afghanistan im Einsatz, aus Deutschland etwa und den USA. Sie sollten das Land von Terrorgruppen befreien und für mehr Sicherheit sorgen. Doch dann entschieden Regierungen, ihre Soldaten würden den Einsatz Afghanistan beenden und das Land verlassen. Das nutzten die Taliban. Sie eroberten die Macht sehr schnell zurück.

Was bedeutete das für die Menschen im Land?

Seit die Taliban an der Macht sind, hat sich das Leben in Afghanistan verändert. Besonders hart ist es für Frauen und Mädchen. Die Taliban bestimmen etwa, wann Frauen das Haus verlassen dürfen. Außerdem müssen sie den ganzen Körper verhüllen, wenn sie rausgehen. Viele weiterführenden Schulen für Mädchen haben die Taliban geschlossen. Denn sie halten nichts von Bildung für Mädchen. Auch viele andere Menschen im Land leiden. Denn die Armut ist riesig. Die Zahl der Menschen, die etwa auf Lebensmittelspenden angewiesen sind, ist noch einmal gestiegen, seit die Taliban an der Macht sind. Denn es ist schwer, in Afghanistan eine Arbeit zu finden.

Große Armut: Schwieriges Leben in Afghanistan

Wer hilft den Menschen?

Hilfsorganisationen versuchen, die Menschen mit den nötigsten Lebensmitteln zu versorgen oder kümmern sich um Kranke. Noch immer wollen viele Menschen das Land verlassen. Darunter sind auch die Ortskräfte. Das sind Leute, die für die deutschen Soldaten gearbeitet haben, etwa als Übersetzer. Deshalb müssen sie jetzt besondere Angst vor den Taliban haben. Manche dieser Leute konnten schon vor einem Jahr nach Deutschland fliehen. Eine deutsche Politikerin versprach, auch die anderen nach Deutschland zu holen. „Wir lassen die afghanischen Ortskräfte nicht zurück“, sagte sie.

(dpa)