Motocross: Schnell über die Piste

Motocross : Schnell über die Piste

Mit fünf Jahren saß Larissa Papenmeier schon auf einem kleinen Motorrad. Später landete sie bei der Weltmeisterschaft auf Platz zwei. Für ihren Sport muss sie viel trainieren und reisen.

Mit knatterndem Motor jagt Larissa Papenmeier auf ihrem Motorrad über die hügelige Piste. Staub wirbelt auf und Dreck fliegt durch die Gegend. Geschickt zieht sie an mehreren Fahrern vorbei und springt über einen Hügel – mehrere Meter hoch. Für einen Moment scheint das mehr als hundert Kilo schwere Motorrad in der Luft zu stehen. Dann landet Larissa sicher auf dem Boden und fährt weiter.

Larissa Papenmeier ist 29 Jahre alt und eine erfolgreiche Motocross-Fahrerin. Sie wurde sogar schon mal Zweite bei der Weltmeisterschaft. Was so leicht aussieht, erfordert aber sehr viel Kraft. Fast jeden Tag trainiert Larissa Kraft und Ausdauer. Nur so kann sie die schwere Maschine auf dem unebenen Untergrund halten.

Schon als Kind fand sie Motorräder toll, erinnert sie sich. Mit drei Jahren sah sie eine Motocross-Maschine für Kinder in einem Schaufenster. Sie wollte sie unbedingt haben, aber ihre Mutter war dagegen. Larissa ließ nicht locker – und bekam tatsächlich ihre erste Maschine geschenkt. „Als ich fünf war, habe ich das Motorrad beim Versteckspielen im Garten gefunden“, erinnert sie sich. Larissa strahlt noch immer, wenn sie von dem Moment erzählt. Seitdem trainiert sie regelmäßig, fährt Rennen und wird von ihren Eltern dabei unterstützt.

Um zu den Meisterschaften zu kommen, ist Larissa viel unterwegs. Indonesien, Thailand, Italien, Portugal – die Rennen finden überall auf der Welt statt. Immer dabei ist ihr Team. „Mein Freund, mein Mechaniker und seine Frau fahren mit und unterstützen mich“, erzählt sie. Dafür opfern die vier ihre Freizeit und den gesamten Urlaub.

Auch zum Training fährt Larissa manchmal weit: „Wenn die Strecken hier zu nass sind, fahren wir auch mal nach Italien oder Spanien. Gerade für wichtige Wettkämpfe wie eine Weltmeisterschaft will ich ja gut vorbereitet sein.“

Die 29-Jährige hat sich trotz guter Schutzkleidung bei Stürzen sogar schon Knochen gebrochen. Besonders gefährlich findet sie den Sport aber nicht. „Im Straßenverkehr oder beim Skifahren kann man sich genauso verletzten“, sagt sie.

Larissa liebt die Herausforderungen beim Motocross. „Von Mal zu Mal wird man besser“, erzählt sie. Aber es geht ihr auch um Gemeinschaft: „Auf der Strecke sind wir Konkurrenten, aber neben der Strecke sind wir eine große Familie.“

(dpa)