Aachen: Ramadan: Frühstück schon in der Nacht?

Aachen: Ramadan: Frühstück schon in der Nacht?

Aufstehen, Frühstück! Dabei ist es noch mitten in der Nacht, kurz vor vier Uhr morgens. Viele Menschen stehen in den nächsten Wochen früher auf als sonst. Und zwar nicht, weil sie so früh zur Arbeit müssen oder in den Urlaub fahren.

Die Menschen sind Muslime. Das heißt, sie gehören der Religion Islam an. Am Donnerstag beginnt für sie eine wichtige Zeit, der Fastenmonat Ramadan. In diesem Monat dürfen Muslime tagsüber nichts essen und nichts trinken. Auch nicht beim Sport, zum Beispiel in der Pause beim Fußball. Rauchen ist auch verboten.

Das nennt man fasten. Deshalb stehen viele Muslime morgens früh auf, bevor die Sonne aufgeht. Sie essen dann mehr und deftiger als an einem normalen Morgen. Sonst wären sie tagsüber schneller schlapp. Meist gibt es Suppe, Brot, Salat und Ei zum Frühstück. Erst wenn die Sonne abends untergeht, dürfen die Leute wieder essen und trinken. Oft treffen sie sich dann mit Verwandten, Nachbarn und Freunden.

Wenn die Muslime zusammen nach Sonnenuntergang zusammen kochen und essen, heißt es Fastenbrechen. Der Freitag ist ein besonderer Tag. Abends zum Freitagsgebet trifft sich die gesamte Gemeinde. Am Ende der Fastenzeit gibt es dann ein großes Fest über mehrere Tage. Für Kinder ist das Ende des Ramadan immer etwas Besonderes. Das ist mit Weihnachten bei den Christen vergleichbar: Es gibt Geld, Süßigkeiten und Geschenke.

(dpa/cro)
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