1. Karlo Clever

Haustiere: Pfotenabdruck fürs Klima

Haustiere : Pfotenabdruck fürs Klima

Forscher haben untersucht, wie viel klimaschädliches Gas durch Hunde und Katzen entsteht. Hier erfährst du, was Tierfreunde tun können, um die Umwelt besser zu schützen.

Viele Dinge, die wir jeden Tag tun, beeinflussen das Klima auf der Erde: Wer zum Beispiel viel mit dem Flugzeug fliegt, viele neue Klamotten kauft und viel Fleisch ist, trägt zur Erwärmung unseres Planeten bei. Auch die Haltung eines Haustiers verursacht klimaschädliche Gase in der Luft.

Welche Menge das ist, versuchen Fachleute zu berechnen. Für Menschen wird dann etwa erfasst, wie viele Kilometer wir mit dem Auto fahren, wie viel wir wegwerfen oder wie viel Strom wir verbrauchen. Das Ergebnis wird häufig ökologischer Fußabdruck genannt. Je größer der ist, desto größer ist auch der Einfluss aufs Klima.

Die Fleischmenge für Futter

Forscher haben das nun unter anderem für Hunde und Katzen untersucht. Denn der ökologische Pfotenabdruck von Tieren lässt sich auch berechnen. „Das Futter hat bei der Klimawirkung den größten Anteil“, sagt der Wissenschaftler Matthias Finkbeiner. „Je größer das Tier ist und je mehr Fleisch es frisst, desto mehr wird das Klima beeinflusst.“

Die Forscher haben auch mitgerechnet, wo das Futter herkommt und wie es hergestellt wird. Dazu kamen die Verpackung, die Transporte und der Müll, der durch Hundehaufen und Katzenklos anfällt.

So kommt einiges zusammen. Denn allein in Deutschland leben knapp 16 Millionen Katzen und knapp elf Millionen Hunde. Die futtern hauptsächlich Fleisch, und zwar jede Menge. Das stammt von Rindern, Schweinen und Geflügel aus großen Schlachthöfen.

Was hilft denn?

Tierfreunde können aber die Umwelt schützen, indem sie einige Dinge beachten: „Wenn es artgerecht geht, kann man sein Haustier auch mit pflanzlichen Anteilen füttern“, sagt Matthias Finkbeiner. „Außerdem kann man viel Verpackungsmüll sparen, wenn man größere Packungen kauft und auf die kleineren Dosen verzichtet.“ Wer eine Katze hat, sollte zum Beispiel biologisch abbaubares Katzenstreu benutzen.

(dpa)