Weltmeisterschaft: Paulis Ziel ist die Frauen-Nationalelf

Weltmeisterschaft : Paulis Ziel ist die Frauen-Nationalelf

Bald spielen die besten Fußballerinnen der Welt um die Meisterschaft. Auch Pauli schaut vor dem Fernseher zu. Irgendwann will die 14-Jährige selbst mal bei einer WM dabei sein.

Pauli lacht über das ganze Gesicht, als sie nach 90 Minuten Training vom Fußballplatz kommt. In ihrem blauen Trikot und der kurzen blauen Hose sieht sie aus wie ein echter Profi. Genau das will die 14-Jährige auch später einmal werden. „Mein großer Traum ist die Nationalmannschaft. Und ich würde gerne in England spielen“, sagt sie.

Pauli heißt eigentlich Pauline. Aber alle nennen sie nur bei ihrem Spitznamen. Seit zwei Jahren geht sie auf ein Sportinternat in der Stadt Potsdam im Bundesland Brandenburg. Das bedeutet: Sie geht jeden Tag zur Schule, aber auch jeden Tag auf den Fußballplatz. Für ihren großen Traum muss sie viel trainieren.

Dass dies zum Erfolg führen kann, zeigt das Beispiel von Felicitas Rauch. Sie kam als 14-Jährige auf das Internat. Heute ist sie 23 Jahre alt und spielt in der Bundesliga. Auch für Deutschland hat sie schon gespielt.

Anfang Juni geht für die deutsche Nationalmannschaft die Weltmeisterschaft in Frankreich los. Auch Pauli drückt die Daumen. „Ich hoffe natürlich, dass wir gewinnen“, sagt sie. Aber noch mehr interessiert sich die Stürmerin für Männerfußball. „Es ist einfach geiler anzugucken“, findet sie. Das Tempo zum Beispiel gefällt ihr besser.

Auch Mädchen und Frauen können natürlich super kicken. Das findet auch der Trainer von Pauli. „Die Mädels hier sind unglaublich ehrgeizig, technisch begabt und versuchen immer, sich zu verbessern“, sagt Jürgen Theuerkorn.

Aber er sagt auch: Wer später mal im Nationalteam spielen will, sollte sich erst mal gegen Jungen beweisen. „Es ist sinnvoll, gegen Jungs zu spielen“, sagt er. So müssten sich Mädchen mehr anstrengen, um sich durchzusetzen. „Sie lernen einfach mehr.“

Auch Pauli spielt mit ihrer Mannschaft regelmäßig gegen Jungs. Sie will sich ständig verbessern, um es in die Bundesliga zu schaffen. „Einen kleinen Anfang habe ich geschafft, aber es ist noch ein riesengroßer Weg bis nach oben“, sagt sie.

Kurz darauf ist das Training für diesen Tag geschafft. Mit Freundin Alisa verlässt Pauli den Platz, auf dem Rücken ihren Turnbeutel. Eigentlich müsste sie noch Hausaufgaben machen. „Vielleicht chille ich auch einfach nur“, sagt sie und lacht.

(dpa)
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