1. Karlo Clever

Noah Clemens ist deutscher Carrera-Meister

Noah Clemens aus Kreuzau : Der schnellste Carrerabahn-Fahrer Deutschlands

Noah Clemens (14 Jahre) aus Kreuzau hat die Deutsche Meisterschaft in Nürnberg gewonnen. Zu Hause hat er eine 40 Meter lange Bahn zum Trainieren. Ruhe und Konzentration sind gefragt.

Noah Clemens aus Kreuzau im Kreis Düren ist eigentlich ein ganz normaler Junge. Er ist 14 Jahre alt, kommt nach den Sommerferien in die 9 Klasse des Gymnasiums und seine Lieblingsfächer sind Sport und Chemie. Das ist wirklich nichts besonderes. Besonders ist aber, dass Noah der beste deutsche Carrerabahn-Fahrer der Unter-18-Jährigen ist. Jedenfalls hat er das Finale der „Carrera Profi Liga“ im bayerischen Nürnberg gewonnen. Und das ist so etwas wie die Deutsche Meisterschaft (DM).

Vermutlich wisst ihr alle, was eine Carrerabahn ist, aber vermutlich haben nur die wenigsten von euch eine 40 Meter lange Bahn mit vier Spuren zu Hause. Bei Noah in Kreuzau steht eine solche Riesen-Anlage, aber als Deutscher Meister muss man natürlich auch viel trainieren. „Die Autos fahren von selbst“, sagt Noah. „Aber man muss sich konzentrieren und immer ruhig bleiben.“

Bei dem Wettkampf in Nürnberg war die Strecke ganz schon anspruchsvoll. Es gab viele Kurven, manchmal kurz hintereinander. „Wir durften auf dieser Bahn nur kurz trainieren“, erzählt Noah. „Dann ging es sofort los. Das Schlimmste, was passieren konnte, war, wenn die Autos aus der Bahn geflogen sind.“ Zwar sind die Fahrer deswegen nicht ausgeschieden, aber aus der Bahn zu fliegen, hat einfach unglaublich viel Zeit gekostet. „Es gab Streckenposten, die die Autos wieder auf die Spur gestellt haben, aber das hat unglaublich lange gedauert“, erklärt Noah.

Seine allererste Carrerabahn hat Noah mit drei Jahren bekommen, seitdem findet er die Autos total toll. „Warum, ist schwer zu erklären. Mir macht es einfach Spaß, bei den Rennen so schnell zu fahren. Das ist einfach sehr spannend.“ Übrigens ist der Kreuzauer, der vor drei Jahren Kinderprinz im Dürener Karneval war, dieses Jahr zum ersten Mal Einzelrennen bei Wettkämpfen gefahren. „Ich hatte da einfach große Lust zu“, sagt er. „Und da haben mein Vater und ich uns angemeldet.“

Vater Achim Clemens (44) hat sich allerdings nicht für das Finale qualifiziert. Umso mehr hat er seinem Sohn die Daumen gedrückt. Und zu der gewonnen Reise nach Italien mit einem Besuch der Autohersteller Ferrari und Lamborghini nimmt Noah seinen Papa natürlich mit. „Der Teilnahme an der Profi-Liga war eine tolle Erfahrung“, betont der Schüler. „Und nächste Jahr will meinen Titel verteidigen. Aber das ist ja klar.“

(kin)