1. Karlo Clever

Berlin: Mit Teddys im Auto in die Ukraine

Berlin : Mit Teddys im Auto in die Ukraine

Der Krieg bewegt viele Menschen. Manche wollen den Opfern der russischen Invasion helfen. Damien und Niklas haben ihr Auto vollgeladen und sind in das Land gefahren.

Damien und sein Mann Niklas sind fast einen ganzen Tag lang Auto gefahren. Sie haben im Auto gegessen und sich dort auch die Zähne geputzt. Ihre Reise führte sie in die Ukraine. Denn Damien und Niklas wollten den Menschen dort helfen.

In dem Land herrscht gerade Krieg. Im Februar griff Russland die Ukraine an. Als Damien und Niklas davon erfuhren, wollten sie unbedingt etwas tun. Also haben sie in ihren Berufen um Urlaub gebeten und ganz viele Dinge besorgt, die sie in ihr Auto packten. Spielzeug, Kleidung und Essen hatten sie im Gepäck. Damit sind sie von Berlin aus losgefahren.

Seitdem in der Ukra­ine Krieg herrscht, fahren immer wieder Menschen mit ihren eigenen Autos dorthin, um Spenden zu bringen. Wegen des Krieges fehlt den Menschen dort vieles, zum Beispiel Babynahrung oder Medizin. Deshalb machen sich auch viele Vereine oder Organisationen auf den Weg in die Ukraine. Dabei gibt es einiges zu beachten. Man braucht zum Beispiel Informationen darüber, auf welchen Strecken man ohne Gefahr fahren kann. Und man sollte wissen, was die Menschen in der Ukra­ine überhaupt brauchen und wie man mit den Soldaten redet, die die Autos kontrollieren.

Das haben auch Damien und Niklas erlebt. „Es war schon komisch. Als wir in die Ukraine gefahren sind, gab es ganz viele Kontrollen. Uns haben auch viele schwere Autos überholt, die besonders geschützt waren. Und über uns sind Flugzeuge geflogen. Das fühlt sich schon nach Krieg an“, sagt Damien. Meistens hatte er keine Angst. „Aber bei den Kontrollen schon ein bisschen. Es war einfach alles sehr traurig.“

 Niklas Bourdonneau (links) und Damien Bourdonneau lächeln in die Kamera.  Niklas (links) und Damien sind mit ihrem Auto in die Ukraine gefahren. Foto: Niklas Bourdonneau/privat/dpa - ACHTUNG: Nur für Bezieher des Dienstes dpa-Nachrichten für Kinder zur einmaligen Verwendung und nur im direkten Zusammenhang mit dem genannten Text - Honorarfrei nur für Bezieher des Dienstes dpa-Nachrichten für Kinder +++ dpa-Nachrichten für Kinder +++
Niklas Bourdonneau (links) und Damien Bourdonneau lächeln in die Kamera. Niklas (links) und Damien sind mit ihrem Auto in die Ukraine gefahren. Foto: Niklas Bourdonneau/privat/dpa - ACHTUNG: Nur für Bezieher des Dienstes dpa-Nachrichten für Kinder zur einmaligen Verwendung und nur im direkten Zusammenhang mit dem genannten Text - Honorarfrei nur für Bezieher des Dienstes dpa-Nachrichten für Kinder +++ dpa-Nachrichten für Kinder +++ Foto: dpa/Niklas Bourdonneau

Damien und Niklas sind bisher insgesamt dreimal gestartet. Vorher haben sie Spenden gesammelt und Teddybären, Essen und andere wichtige Sachen gekauft. In der Ukraine haben sie die Sachen zum Beispiel in ein Waisenhaus gebracht.

Einmal haben sie für eine Strecke von nur drei Kilometern ganze vier Stunden gebraucht, weil es sehr viel Stau gab. Drei Kilometer kann man mit dem Auto sonst in ein paar Minuten fahren. Auf dem Rückweg nach Berlin haben die beiden dann Menschen aus der Ukraine mitgenommen, die ihr Land wegen des Krieges verlassen wollten. „Da waren auch zwei Kinder im Alter von zehn und drei Jahren dabei. Die waren sehr müde“, erinnert sich Damien.

Auch wenn die Fahrten sehr anstrengend und gefährlich waren, würden sie es nochmal machen. „Ich freue mich, dass wir das gemacht haben“, sagt Damien. „Ich fand es schön, wie alle mithelfen.“

(dpa)